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Österreich 2009

 

30.08.2009

Heute ging es los Richtung Kärnten. Wir hatten vor einiger Zeit mit dem Chor eine Art Chortreffen im "Großen Garten". Ein Chor aus Obermillstatt hatte uns zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Nun, jedenfalls gab es da eine Tombola, bei der man Preise gewinnen konnte. Ein uns unbekanntes Ehepaar hatte dabei einen Gutschein für zwei Übernachtungen inkl. Frühstück gewonnen, den es aber selbst nicht annehmen konnte, und am Ende bei mir nachfragte, ob wir oder jemand aus dem Chor Interesse habe, diesen Gutschein zu übernehmen... so jedenfalls sind wir zu einem Übernachtungsgutschein und einem Besuch in Kärnten gekommen. Genauer gesagt, haben wir uns heute auf den Weg zum Millstätter See gemacht, nach Obermillstatt, einem Ortsteil von Millstatt.
Nach neun Stunden Fahrt durch Deutschland und Österreich und mit einem erstaunlich gut gelaunten kleinen Zwerg kamen wir dann heute endlich an. Das Wetter ist vielversprechend. Vielleicht wird es ja doch ein goldener Herbst.

31.08.2009

Halb sieben war Bewegung im Kinderbettchen... Oh man... Und wir dachten, wir machen mal Urlaub! ;-) Nach deinem ausgiebigen Frühstück ging es heute einfach nur nach Millstatt an den See. Bei fast 30 Grad im Schatten und wolkenlosem Himmel haben wir erst einen Bummel durch Millstatt gemacht. Dann ging es zum Bootsverleih, bei dem wir eigentlich erst ein Tretboot  ausleihen wollten, was sich aber aus logistischen dann doch eher als "nicht geeignet" herausstellt. So saßen wir ein paar Minuten später entspannt im Elektroboot und haben den herrlich klaren und riesigen Millstätter See erkundet. Nach einem Zwischenstopp in einer Restauration und einem Spaziergang entlang des Sees entschieden wir uns, noch eine Runde mit dem Elektroboot über den See zu "schippern". Auch wenn Amalie bei der zweiten Runde nicht mehr ganz so entspannt war, wie bei der ersten, hatten wir am Ende des Tages alle einen leichten Sonnenbrand und waren von der Hitze und der vielen Sonne ganz fix und fertig. :-)

   

01.09.2009

Heute hatte Mama vorgeschlagen, einen Ausflug an die Kölnbreintalsperre zu machen. Also ging es nach dem natürlichen Weckerklingeln gegen halb sieben in der Frühe und nach dem obligatorischen Frühstück auf ins Maltatal, auf die Hochalmstraße mit 16 Euro Maut und zur besagten Talsperre. Dort angekommen, schnallte sich René die Kleine auf den Rücken und Mama den Rucksack mit Verpflegung und den Wechselsachen und wir machten uns daran, den Weg mit ca. 4,5 km um den Stausee herum zu bewandern. Ziel für zwischendurch war die Jagersteighütte, zu der wir uns mutig und Mama wieder ziemlich außer Atmen nach oben zu einer leckeren Jause eingefunden haben. Nach dieser Rast ging es noch ein Stück weiter
immer am See entlang, was ständig herrliche Wasserfälle, groß und klein, genauso wie die Hochalmstraße als Abwechslung für uns bereit hielt. Am Ende waren wir gegen um vier am Auto, wieder einmal völlig am Ende, haben uns noch ein kurzes Päuschen genehmigt und waren dann kurz vor sechs zum Abendessen bei einem Wirt um die Ecke. Der Abend sah dann wieder so aus, dass Amalie mit dem Einschlafen kämpfte, Mama und Papa sich auf dem Balkon eine Weinschorle nach der anderen genehmigten und so gegen neune "bettfertig" waren.
So muss Urlaub sein, oder? ;-)

   

02.09.2009

Heute versprach der Wetterbericht eher durchwachsenes Wetter mit Regen und Gewitter. Wir machten uns da nach dem Frühstück einfach mal auf Richtung Millstatt, denn Papa brauchte mal wieder dringend einen Friseur. Nach dem Besuch beim „Haarschneider“ ging es Richtung Seeboden, dem nächsten Ort von Millstatt und zwar ins Bonsai-Museum. Ein ziemlich versteckter Ort, ein herrlicher und am Ende auch sehr großer und vor allem herrlich schöner Garten voller Bonsai-Bäume, mit einem riesigen Teich voller japanischer Kois erwarteten uns am Ende. Wir waren wirklich sehr beeindruckt. Was man aus so einem Stück Grund alles machen kann?! Unglaublich und äußerst faszinierend. Nach der kurzen Entführung Richtung Japan ging es bodenständig weiter auf die Burg Sommeregg. War ein netter Abstecher und das Mittagsmahl lies keine Wünsche offen. Amalie kostete zum ersten Mal in ihrem Leben Pommes Frites. Unbeabsichtigt, denn wir wussten nicht, dass es zu den versprochenen Würstchen einen riesigen Haufen Pommes gab. 

Nun gut. Irgendwann ist es immer das erste Mal.
Nach dem Ausflug auf die Burg entschieden wir spontan einen Ausflug Richtung "Spittal an der Drau", wobei es sich um die nächst größere Stadt im Umkreis von Millstatt handelte. Hier haben wir dem Papa schnell ein paar kurze Hosen und eine Fleece-Jacke gekauft und die Mama wollte eigentlich mal nach einer ordentlichen Sonnenbrille suchen, was sie dann aber doch eher auf "zu Hause" verschoben hatte, denn die Optikerläden sahen alle dermaßen nach "Schicki-Micki" und die Sonnenbrillen sehr traurig aus, dass der Platzregen (vor allem dem Papa) am Ende ganz gelegen kam. So sind wir dann wieder Richtung Obermillstatt, haben noch eine halbe Stunde in der Pension aufgehalten und sind dann noch einmal runter Richtung Millstatt um nach "Futter zu suchen".  Wenn man denkt, die Kneipen direkt am See haben auch guten Küche, nun - da wurden wir heute eines besseren belehrt. Der Papa war mit seinem "Wurschdsalad" ganz zufrieden, nur Mamas "gegrillter Fischteller" triefte vor Fett und schmeckte auch entsprechend. Wirklich schade.
Morgen heißt es nun schon wieder "Koffer packen" denn es geht weiter in die Steiermark, wo wir unsere langjährigen Bekannten, die liebe Familie Kahr, endlich einmal wieder treffen werden.
Ich freu mich schon sehr auf die liebe Familie, auf den leckeren Wein und auf das leckere Kürbiskernöl. Aber eines sei noch gesagt: Der nächste Besuch in Kärnten wird, wenn möglich, auf zwei Rädern stattfinden! Alles andere wäre eine Schmach! ;-) Biker wissen, was ich meine.

03.09.2009

Heute hieß es Taschen packen und auf Richtung Fehring in die Steiermark zu unseren bekannten. Doch bevor wir uns auf die Autobahn geschwungen haben, folgten wir dem Rat unserer Vermieter und machten vorher noch einen Wanderabstecher in die Berge. Sind mit dem
Auto eine äußerst waghalsige und Adrenalin verursachende Mautstraße, der Millstätter Hochalmstraße voller Kehren und Schotter Richtung Schwaigerhütte nach oben gefolgt. Dort das Auto geparkt, ging es mit Rucksack und Amalie auf dem Rücken auf zur Alexanderhütte, ein Aufstieg von knapp 30 Minuten. Es war ein wirklich schöner und relativ leichter Wanderweg, der uns in fast 200o Metern Höhe am Ende auf der Alexanderhütte einen unbeschreiblich schönen Blick auf den Millstätter See tief ins Tal freigab. Auf der Alexanderhütte machten wir kurz Rast.

 

Amalie staunte über die Schweine, die dort "wohnten", spielte herrlich im Sand und schaukelte mit dem Papa so soll, bis sie von der Schaukel fiel. Arme Maus. Neue Schramme im Gesicht. Aber nach kurzem Gebrüll war alles wieder gut und wir machten uns auf, Richtung Fehring. Gegen 18:00 Uhr kamen wir dann dort auch endlich an.

 

Den Abend haben wir dann mit Renate in der Kuruzzenschänke noch fein zu Abend gespeist und noch gemütlich beisammen gesessen.

04.09.2009

Heute hatte sich nun die Renate extra für uns frei genommen, um mit uns einen schönen Tag zu verbringen. Leider spielte das Wetter heute überhaupt nicht mit. Es goss in Strömen. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Graz. Und da es gar nicht aufhören wollte mit regnen, entschieden wir erst einmal einen Abstecher in ein riesiges Einkaufzentrum, in der Hoffnung, der Regen würde weniger werden und wir könnten noch einmal in die Stadt. Der Regen hörte leider nicht auf und wir irrten den halben Tag in der Seiersberger Shopping City herum. Eingekauft haben wir natürlich nichts. So richtig nach shoppen war uns dann nicht wirklich. Aber die Mama hat sich ein Ohrloch mehr ins linke Ohr stechen lassen und noch ein paar kleine Ohrringe gekauft. Renate hat Amalie mit einem teuren Holzspielzeug verwöhnt und als dann keiner mehr richtig Lust hatte, sind wir bei Regen wieder Richtung Fehring. Amalie durfte dann im 
Buschenschank noch ein bisschen herumtoben und nach dem leckeren Abendessen ging es in Bettchen für die Kleine und wir Großen genossen den Wein noch ein bisschen gemeinsam mit Renate.

05.09.2009

Das Wetter meint es gut mit uns. Heute gab es wieder strahlenden Sonnenschein, nachdem es am frühen Morgen noch regnete, zog es auf.
So machten wir uns heute ganz in Familie und zu Fuß auf, einen der angepriesenen Fehringer Wanderwege, die sogenannte "Genusstour" mit einem Umfang von gerade mal 12 km abzulaufen. Unser Resümee: Der Wanderweg, als Panoramaweg deklariert, hielt sein Versprechen. Jedoch waren wir leider nicht nur wie veranschlagt 2,5 Stunden unterwegs und die auf der Strecke angezeigten Einkehrmöglichkeiten erwiesen sich am Ende alle als "Enten", denn die Buschenschanken machten erst um 15:00 Uhr auf, die Gasthäuser waren zum Teil gar keine
bzw. gab es bei dem einen nur "Essen auf Vorbestellung" und als wir nach drei Stunden völlig hungrig und langsam auch etwas angesäuert in Fehring wieder auf dem Marktplatz ankamen, waren zwei der drei Gasthäuser gerade an diesem Tag geschlossen, unfassbar.
Und in der dritten Kneipe gab es erst ab 18:00 Uhr wieder was zu essen! Da waren wir dann richtig sauer. Denn wir waren von elf bis drei Uhr nachmittags unterwegs und hatten Ende nur bzw. wenigstens ein paar Kekse und Waffeln, die wir wohlweißlich vorher noch gekauft und mitgenommen hatten... So wollten wir uns schön völlig enttäuscht auf nach Feldbach machen, zu „McDoof“, als wir im Nachbarort eine Einkehrmöglichkeit fanden, bei der es auch um drei nachmittags etwas zu essen gab! Da haben wir uns mächtig den Magen vollgeschlagen und sind nach über eine Stunde dann vollgefressen und zufrieden wieder zurück in unsere Pension bei Kahrs. Dort gab es dann nach ein paar Minuten Entspannung im Bettchen noch lecker Abendbrot mir Kürbiskernöl und Käferbohnen und natürlich viel Wein für Mama und Papa. ;-)

06.09.2009

Letzter Tag in Fehring. Heute ging es mit den beiden Zwergen von Martin jr. und Manuela und  Tante Renate spontan auf, in einen Märchenwald in der Gegend. Alle waren ganz aus dem Häuschen, als es ans Semmeln schmieren ging und wir den Picknickkorb packten. Der Märchenwald war hübsch gemacht, aber am Ende weniger als erwartet, zumal für Erwachsene und auch für Kinder ein Eintritt von 5 Euro abverlangt wurde. Aber es gab Pferde, Ziegen, Meerschweinchen und Häschen zum anfassen und herrliche Spielplätze zum Herumtoben für die Zwerge! Auch Amalie hat kaum zurückgesteckt. Sie ist mit dem Papa auch ausgiebig auf den Klettergerüsten herum gestolpert. Der Ausflug fand sein Ende dann in Bad Gleichenberg zum obligatorischen Eis essen. Der Abend verlief dann für uns nicht ganz so entspannt. Irgendwie waren wir an diesem Abend  für die Kneiper unsichtbar. Bei uns in der Bleibe wurden wir lange Zeit ignoriert, und als Amalie dann auch noch von einem größeren Jungen in der Gegend herum geschubst und fast auch noch eine Treppe heruntergestoßen wurde, sind wir auf zum nächsten Buschenschank, wo wir ebenfalls lange Zeit warten mussten, bis wir endlich (nach Anfragen meinerseits) auch beachtet wurden und bestellen konnten. Das Essen war wieder lecker, nur Amalie musste sich zwischen den großen Jungen auf dem Spielplatz behaupten und nachdem einer der Burschen die Kleine vor der Rutsche geschubst und wir darauf hin mal kurz gemeckert hatten, baten wir die Großen, ein bisschen auf die Kleine aufzupassen, was sie auch sofort ernst nahmen und auf rührende Art umzusetzen versuchten. Aber es half am Ende alles nichts, denn Amalie hatte keinen richtigen Mittagsschlaf gehabt und war am Ende entsprechend müde und ningelig. Also hieß es, Wein und Essen hinter stürzen und ab nach Hause... Naja. Der letzte Abend hätte etwas schöner sein können, aber gut.

07.09.2009

Heute ging es nach turbulenter Nacht (Amalie hat wieder einmal mit Ihrem voller Mückenstiche übersäten kleinen Körper zu kämpfen - wir nannten sie lieb "Pockenmonster") und nach gemütlichem Aufstehen auf nach Hause. Der Weg war lang, die Fahrt auch. Aber nach neun Stunden sind wir dann einiger maßen erschöpft aber heil zu Hause angekommen.