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Sassnitz auf Rügen 2010

02.04.2010

Wir haben uns eine kleine Ferienwohnung in Sassnitz gebucht und sind gestern, nachdem René's Auto in Dresden nicht starten wollte, dann doch ziemlich entspannt auf Rügen
angekommen, denn Amalie war bis kurz vor Ende der Fahrt sehr entspannt, hat die Fahrt trocken auch ohne Windel geschafft. In Sassnitz angekommen, haben wir
erst unseren ganzen Hausrat in der Ferienwohnung geparkt und sind dann noch einmal zu Fuß los, um auf Futtersuche zu gehen. Da Amalie dann aber doch mangels Mittagsschlaf
etwas unruhig wurde, gab es am Ende Döner in der Ferienwohnung.

   
Heute haben wir uns nach einem entspannten Frühstück zu Fuß auf in Richtung Hafen gemacht. Dort angekommen, wollte gerade ein Schiff zu einer Touristen-Rundfahrt starten,
der wir uns spontan anschlossen. So ging es in knapp anderthalb Stunden von Sassnitz entlang der herrlichen Kreideküste bis zum Kaiserstuhl und wieder zurück. Und das
bei strahlend blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein. Den Rest des Tages verbrachten wir entspannt mit einem Spaziergang am Sassnitzer Ufer, wo Mama intensiv nach
Hühnergöttern suchen und Amalie herumtoben konnte, entlang am Hafen und zurück in die Ferienwohnung durch die Altstadt. Als kleines "Schmankerl" gab es dann frisch
geräucherten Fisch zum Abendbrot. Und Amalie schläft nun schon die zweite Nacht OHNE Nuckel! ;-) Sie ist ohne Mittagsschlaf am Abend so fertig, dass die Kraft zu einem langen Kampf nicht ausreicht. :-)

 

03.04.2010

Nachdem wir heute um acht von unserem Kind geweckt wurden, ging es nach dem Frühstück auf in den Fahrradladen zum Fahrradverleih. Trotz niedriger Temperaturen und leichtem Wind wollten wir uns auf den Zweirädern Richtung Prora wagen. Los ging es bei strahlendem Sonnenschein und einer noch gut gelaunten Amalie. Die gute Laune verflüchtigte sich schon nach kurzer Zeit zunehmends, denn trotz Sonne war es nicht wirklich warm und Amalie fing mangels Handschuhe bald an, über "aua" in den Fingern zu klagen... Nach einem Abstecher an den Strand zwischen Mukran und Prora ging es Amalie kurze Zeit wieder besser. In Prora angekommen, bewunderten wir von außen das monströse KdF-Bad aus Hitler Zeiten, leider sehr sehr heruntergekommen... Nach einem Mittag in einer Gaststätte nach "Ostzeiten" und versprochenem "Essen wie bei Muttern", was im Übrigen nicht erfüllt wurde, wagten wir uns das letzte Stück bis nach Binz und waren ein wenig überrascht, weil völlig unvorbereitet, ob der sehr überlaufenen Strand- und Fußgängerpromenaden. Sehen und gesehen werden, hieß hier offenbar das Motto, was natürlich "genau" nach unserem Geschmack war.

  
Spontane Idee war dann zuerst, mit dem Schiff zurück nach Sassnitz zu reisen, was aber nicht ging, das es keinen Hafen in Binz gab. Unsere zweite Idee, mit dem
Rasenden Roland wieder heim zu kommen, scheiterte auch, weil der Zug einfach in eine andere Richtung fuhr. Blieb uns gegen halb drei nachmittags noch eine Hoffnung.
Die Deutsche Bahn... Nun ja, anderthalb Stunden später und für 15 Euro und einmal umsteigen sind wir dann um fünf Uhr nachmittags wieder in Sassnitz angekommen.
Die Fahrräder abgegeben, machten wir alle drei uns leicht durchgefroren zu Fuß auf den Weg Richtung Ferienwohnung, wo es erst mal eine Dose warme Suppe und Abendbrot
gab. Zu Amalies neuem Vokabular zählt nun auch "smedgenom", was so viel wie "weggenommen" bedeutet. :-)

04.04.2010

Heute begrüßten wir den Tag mit einer vollgekackten Windel deren Inhalt fein säuberlich im Kinderbettchen verteilt war. Von wem, muss ich nicht extra betonen, oder?
Nach dem Frühstück verbrachten wir noch ein wenig Zeit in der Ferienwohnung und machten uns am späten Vormittag bei gerade mal 3,5 Grad und Regen auf in ein
Schmetterlingshaus hier in Sassnitz. Nachdem wir dort ein kleines Vermögen (14 Euro) für eine knappe halbe Stunde Schmetterlingsbesichtigung ausgaben,
wollten wir uns auf Futtersuche begeben. Zwischenzeitlich hatte sogar das Wetter ein Herz mit uns, der Himmel riss auf und zeigte neben angenehmeren Temperaturen auch
mehr und mehr ein wenig Sonne. Also parkten wir das Auto an der Ferienwohnung und es ging zu Fuß in eine Art Kellerkneipe eines Hotels (fast) direkt gegenüber unserer Ferienwohnung. Das Essen dort war super lecker und sehr reichlich. Äußerst zufrieden machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg in den Sassnitzer Tierpark, wo heute ein Osterfest stattfinden sollte. Dort haben wir Schafe und Ziegen, Wölfe, Wildschweine, Dammwild und viele andere einheimische Tiere bestaunt. Die meisten hatten niedlichen Nachwuchs. Amalie hat mit vielen anderen Kindern die Hüpfburg unsicher gemacht, hatte Respekt vor den Ziegen und Schafen im Streichelzoo und durfte zwei Runden auf dem Pony reiten. Nach diesem schönen Ausflug in die heimische Tierwelt ging es zurück zur Ferienwohnung, wo zwischenzeitlich der Osterhase auch noch vorbeigeschaut und im Garten Einiges für Amalie und den Papa dagelassen hatte. So haben wir den Abend gemütlich mit Eier suchen und anschließend gemütlich in der Ferienwohnung ausklingen lassen.
Morgen geht es schon wieder nach Hause und der Alltag hat uns wieder. Das Meerrauschen wird mir sehr fehlen.