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Elsass & Fichtelgebirge 2010

04.06.2010, Freitag

Heute, einen Tag vor Fahrtantritt war bereits frei für Rasen mähen, Koffer packen, Hausputz, Arztbesuch und noch andere Sachen, die in den Tag zu packen gingen.
Für Amalie gab es am Nachmittag noch eine Überraschung mit zwei Rädern. Ein Laufrad, welches ich einen Tag vorher noch spontan erstanden hatte. Und wie wir es auch verdient hatten, zog bereits Donnerstag Abend der Himmel auf und bereits am Freitag waren 10 Grad Kälte und das Dauerregengrau der letzten Wochen vergessen und die Sonne zeigte sich bei angenehmen sommerlichen Temperaturen. Einfach nur genial.

05.06.2010, Sonnabend

Heute ging es dann bei strahlendem Sonnenschein endlich auf in den "Westen" nach Hunspach im Elsass. Nach anstrengenden 8 Stunden mit drei richtigen "Steh-Staus" kamen wir dann erschöpft aber zufrieden am Zeil im nördlichsten Zipfel von Frankreich an. Selbst Amalie hatte die Fahrt geduldig über sich ergehen lassen und war einigermaßen friedlich. Nur knappe 12 km nach der deutschen Grenze lag unser Ziel. Wir wurden mit strahlendem Sonnenschein und von der Vermieterin sehr herzlich empfangen. Mama hat bei der Ferienwohnungssuche im Internet wieder einmal Talent bewiesen, denn diese präsentierte sich als äußerst geschmackvoll eingerichtet, richtig gemütlich und sauber. So fühlten wir uns sofort pudelwohl inmitten eines absolut ruhigen und romantischen Fachwerkdorfes. Den Abend ließen wir gemütlich bei einem leckeren elsässischen Flammkuchen aus dem Supermarkt und bei einem guten Wein in der Ferienwohnung ausklingen.

06.06.2010, Sonntag

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf, das Dorf Hunspach zu Fuß und per Laufrad zu erkunden. Und wie im Reiseführer dargestellt, trägt das Dorf den Titel "schönstes Fachwerkdorf Frankreichs" zu Recht. Die Suche nach einem Platz fürs Mittag gestaltete sich etwas schwierig, denn die Dorfkneipe war bis auf den letzten Platz reserviert. Also machten wir uns mit dem Auto auf ins Nachbarstädtchen und bekamen dort ein leckeres Mal serviert. Den Nachmittag verbrachten wir entspannt in unserer Ferienwohnung und bei Gewitter machten wir uns zu Fuß am Abend auf in die Dorfkneipe zu einem typisch elsässischen Abendbrot.

           

07.06.2010, Montag

Heute stand die Besichtigung von Colmar auf dem Programm. Es handelt sich hier um die schönste Fachwerkstatt im Elsass, wo auch ein Stadtteil auch als "Petit Venice" zu finden ist. Wir genossen bei sommerlicher Hitze das Schlendern durch uralte Gassen, links und rechts von Jahrhunderte alten Fachwerkhäusern gezeichnet. Ein Ausflug, der sich wirklich gelohnt hat, auch, wenn es sich um ein touristisches Mekka im Elsass handelt. Etwas Sorgen machten uns jedoch die komischen Geräusche vom Auto... Klingt nicht wirklich toll. Hoffentlich ist es nichts Schlimmes.

            

08.06.2010, Dienstag

Den heutigen Tag nutzten wir zum Werkstatt aufsuchen. Nur, um sicher zu gehen. Die Nacht hatte uns Amalie derart auf Trab gehalten, dass wir heute Morgen leicht erschöpft waren. So reichte es eben nur für einen kleinen Trip nach Deutschland in die nächste Opelwerkstatt. Nur festgestellt werden konnte außer einem fehlenden Gummi an einer Feder, der Grund für das komische Geräusch, nichts weiter. Auch gut. Und da wir durch Zufall gleich im nächst größeren Ort nach der Grenze fündig wurden und es an einem Fleck gleich alle 4 deutschen Discounter gab, füllten wir unsere Vorräte gleich auch zu deutschen Preisen wieder auf. Wenn auch zu gehobenen Preisen, aber immer noch günstiger als in Frankreich, kehrten wir direkt am
"Deutschen Weintor" ein und ließen uns bei strahlendem Sonnenschein, lecker-günstigem Riesling und "Eaut Cuisine" nach deutschem Standard richtig verwöhnen. Danach ging es noch bis auf ein paar Meter zu Fuß durch das Dorf und in den Weinberg und bei Gewitterguss ab in die Ferienwohnung. Nach dem Abendbrot kämpfte Amalie sehr lautstark gegen das Einschlafen, bis der Papa sich mit Ihr zusammen ins Bettchen begab. Mama lass noch ein bisschen Buch und schlief dann auf der Couch ein.

            

            

09.06.2010, Mittwoch

Heute ging es nach einem relativ zeitigen Frühstück auf ins Nachbardörfchen Cleebourg zu einer gemütlichen Wanderung durch die Weinberge auf der Route "Sentier Viticoule". Die Sonne knallte vom Himmel und gegen halb zwölf waren wir mit der Runde fertig und machten uns wieder auf zum "Deutschen Weintor" zum Mittagessen. Danach ging es zurück in die Ferienwohnung, denn wir dachten, dass Amalie ein Mittagsschlaf sicher gut tun würde. Doch die Einzige, die von uns Dreien nicht schlief, war unser kleines Teilzeitmonster. Super. Am späten Nachmittag spazierten wir noch gemütlich durch Wissembourg an der alten Stadtmauer und am Flüsschen "Lauter" entlang und wurden am frühen Abend von einem Unwetter mit 3cm großen Hagelkörnern heimgesucht. Ein imposantes Naturschauspiel.
Amalie beglückt uns derzeit immer mal wieder mit "Mama horch, Papa horch... Die Amalie singt ein Lied". Und dann gehts ab! ;-)

           

          

           

10.06.2010, Donnerstag

           

Am heutigen Tag stand eine Fahrt nach Straßbourg auf dem Plan. Also machten wir uns nach einem späten Frühstück auf in die Europametropole. Nachdem wir nach langer Suche
endlich einen Parkplatz im Stadtzentrum fanden, machten wir uns zu Fuß auf Erkundungstour. Die Stadt, nah an der deutschen Grenze, zeigte sich in einem internationalen Licht. Sie war voller Touristen und der erste Weg führte uns in das kleine empfohlene Lokal "Chez Yvonne". Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter durch den Altstadtkern vorbei am gigantischen Münster, den wir uns auch von innen besahen. Danach führte uns der Weg vorbei an einem kleinen Kinderspielplatz in den Stadtteil "Petit France", in dem wir uns, direkt an dem kleinen Flüsschen Ill, irgendwie am Wohlsten fühlten. Nach dieser Touristenrunde begaben wir uns wieder in Richtung Parkhaus, und entschieden uns noch für einen kleinen Abstecher an den Rhein. Den betrachteten wir uns dann von der deutschen Seite, von Kehl, aus und schlenderten dort noch eine Weile am Ufer im ehemaligen Landesgartenschaugelände herum. Am besten war die Pause an einem Fontänen-Springbrunnen, den Amalie am meisten genoss, denn sie sprang völlig nackig und laut quiekend unter den Fontänen durch, dass es eine Freude war, Ihr dabei zuzuschauen. Den Rückweg traten wir dann auf deutscher Seite an. Das Abendbrot nahmen wir in einer von unseren Vermietern empfohlenen Kneipe im Nachbarort ein. Dort gab es neben einem großen Brett "elsässischen Flammkuchen" als Vorspeise ein halbes Dutzend Weinbergschnecken für die Mama und sogar Papa und Amalie haben mit verkostet. Bloß gut, dass es dazu eine sehr würzige Kräuterbutter gibt. :-) Eine Wiederholung wird es wohl nicht geben. 

            

11.06.2010, Freitag

Nachdem wir am gestrigen Abend wieder den Kampf gegen unser Teilzeitmonster aufnehmen mussten und René sich relativ schnell "geschlagen" gegeben hatte, regnete es heute Morgen ziemlich. Also verbrachten wir den Vormittag entspannt in unserer gemütlichen Ferienwohnung und das sollte auch nicht umsonst gewesen sein. So kurz vor dem Mittag zog der Himmel auf uns wir machten uns auf den Weg zur Burg "Fleckenstein" kurz vor der deutschen Grenze. Dort kletterten wir bei strahlendem Sonnenschein einige Zeit auf dem interessanten Gelände herum. Den Abend verbrachten wir dann im Dorfrestaurant und Mama noch bis nachts um zwei mit den Vermietern bei einer Flasche Wein, wovon ich aber das meiste abbekam, denn Franzosen trinken Wein grundsätzlich nur zum Essen... Wie langweilig. :-) Der Opel macht schon wieder komische Geräusche. Diesmal ist es jedoch so, dass zu dem bisherigen metallischen Reiben noch ein schlagendes und leider auch sehr unregelmäßiges Geräusch dazugekommen ist, was uns ein wenig Sorge haben lässt.

          

12.06.2010, Sonnabend

Heute früh hieß es "Koffer ins Auto und ab nach Wunsiedel im Fichtelgebirge!", Teil zwei unseres Sommerurlaubes aber nicht ohne auch dem Hofhund Bella "Tschüss" zu sagen. Die Fahrt war lang uns Amalie hat sich mal wieder von Ihrer "Dickkopf- und Quängelseite" gezeigt, dass wir schon in Erwägung gezogen hatten, sie einfach am nächsten Parkplatz zu vergessen... :-) Hinzu kam dann noch die Misstimmung von Papa, der nicht begeistert war, dass er nun nach  einer Woche Urlaub anstatt endlich wieder nach Hause zu dürfen nun noch eine Woche mit uns im Urlaub verbringen muss... Am frühen Abend kamen wir dann endlich bei Wunsiedel im Fichtelgebirge auf unserem Bauernhof, dem "Fröberhof" in Schönlind an. 20 Einwohner hat das Nest hier. Unser Bauernhof hat 50 Rinder plus Nachwuchs, zwei Scheine, drei Kaninchen, 4 Pferde, diverse Katzen aber keinen Hund! Die Wohnung ist ok, wenn auch teurer und vom
Standard mit der aus Frankreich nicht zu vergleichen. Aber wir haben zwei getrennte Schlafzimmer, einen Balkon und was will man mehr?! Vielleicht ein braves Kind, denn unser kleiner Zwerg hatte den Abend nichts besseres zu tun, als so ziemlich eine Stunde am Stück zu brüllen, wie ein Baby. Dickkopf hoch zehn. Starke, sehr sehr starke Nerven braucht man da...

13.06.2010, Sonntag

Der heutige Tag brachte uns zu Fuß vom Bauernhof nach Wunsiedel. Dort aßen wir lecker zu Mittag und machten uns nach einer kleinen Stadtbesichtigung, vorbei am "Eisweiher", auf dem wir noch eine Runde mit dem Tretboot verbrachten, wieder auf den Heimweg. Amalie hat fast den ganzen Rückweg auf Papas Rücken verschlafen.

     

14.06.2010, Montag

Der Sommer hat uns wieder verlassen und wir haben uns nach einem verregneten und ruhigen Vormittag in der Ferienwohnung auf gemacht Richtung Weißenstadt. Dort machten wir einen schönen Spaziergang am See entlang und wollten uns nachmittags eine Show im Greifvogelpark in Wunsiedel anschauen. Leider hatten die gerade an diesem Tag Ruhetag. So gab es, als der Himmel nachmittags doch wieder ein bisschen aufzog noch ein leckeres Eis für uns alle auf dem Marktplatz. Den Abend verbrachten wir gemütlich in unserer Ferienwohnung auf dem Bauernhof.

            

15.06.2010, Dienstag

           

Die Prospekte hier beschrieben eine Reihe von herrlichen Wanderwegen, wovon wir uns einen heute genauer anschauten. So starteten wir von Wunsiedel aus einen den "Königin Louise Rundweg", der uns über Bad Alexandersbad auch durch Louisenburg führte, wo wir uns ziemlich lange in einem herrlich romantischen Felsenlabyrinth, Treppen hoch, Stufen runter, und quer durch enge Felsspalten kämpften. Amalie ist einen Großteil der Strecke ohne Furcht mit geklettert. Das war für uns alle richtiger Spaß. Erst gegen sechs waren wir wieder am Parkplatz angekommen und ließen den heute wieder sonnigen Abend - Amalie auf dem Trampolin und Mama und Papa bei einem Bierchen ausklingen.

            

16.06.2010, Mittwoch

           

Bei strahlendem Sonnenschein fiel es uns heute nicht schwer, aus dem Bett zu kommen. So machten wir uns nach dem Frühstück auf in Richtung Fichtelberg und dem zweithöchsten
Berg in der Gegend, dem Ochsenkopf, den wir bei der klaren Sicht heute per Schwebebahn "besteigen" wollten. Leider fanden wir mangels nachvollziehbar beschriebener Umleitung nicht dahin und machten so einen Abstecher zum Fichtelsee, einem wirklich schönen zweigeteilten Bergsee von einem Wald eingeschlossen und mit einladendem Gastronomiebereich direkt am See. Leider war ein Blick auf die Speisekarte alles andere als einladend. Feinstes Fastfood aus der Fritteuse, wie Schnitzel mit Pommes, natürlich ohne Soße, Salat oder gar Gemüse. Und die Preise waren für diesen Frass echt unverschämt. Wirklich schade, denn aus diesem herrlichen Domizil in solch toller Lage ließe sich sicher mit einigen wenigen lokalen Spezialitäten eine kleine Goldgrube machen. So zogen wir also weiter, entdeckten an der Bundesstraße nicht weit davon entfernt wieder einen Gasthof, auch mit kleinem See. Nach einem ersten Blick auf die Speisekarte waren wir zumindest sicher, dass hier auch noch ohne Fritteuse gekocht werden konnte.
Am Ende bekamen wir nicht nur wirklich lecker Essen, sondern auch noch ein kleines Paradies für Kinder geboten. So gab es Esel, Hühner, Kaninchen zum Anfassen, einen abgegrenzten winzig kleinen Bade- und Buddelbereich mit allem nötigen Zubehör für die Kleinsten im Hochsommer, Schaukel, Wippe, Rutsche, Trampolin und Fahrzeuge aller Art und für jegliches Alter zur freien Benutzung. Eine Empfehlung mit Namen: http://www.waldrasthaus-karches.de/ So war es gar nicht leicht, Amalie dort wegzubekommen. Das ging dann am Ende nur mit dem Versprechen, dass wir uns gleich große Vögel anschauen wollen. Denn wir wollten
die Nachmittagsvorstellung im Greifvogelpark in Wunsiedel nicht verpassen. Dort bot man uns eine knappe Stunde lang eine wirklich beeindruckende Vorstellung mit Greifvögeln jeder Art. Diese riesigen Tiere flogen manchmal derart knapp über unseren Köpfen hinweg, dass man den Windzug des Flügelschlagen merken konnte. Am unheimlichsten war aber dann doch der Gänsegeier mit 11 Kilo Gewicht und einer Flügelspannbreite von 3,40m. Als der da so direkt vor uns langhüpfte, waren wir dann doch sehr froh, dass der Falkner in direkter Nähe war und immer ein Auge auf das gruselige Tier hatte. Den Abend verbrachten wir denn (neben dem Waschen von vollgekackten und nass gepullerten Hosen) noch in einem kleinen Brotzeitlokal, wo wir Abendbrot und ein Getränk pro Nase für gerade mal 13 Euro bekamen.

            

17.06.2010, Donnerstag

Der heutige Tag war eher unspektakulär. Wir sind nach dem Vormittag auf Futtersuche gegangen und sind dabei in Münchberg gelandet. Die Kneipenauswahl dort war zum verrückt werden. Entweder es gab Essen aus der Fritteuse oder die Restaurants mit einer einigermaßen gut klingenden Karten hatten zu. Am Ende haben  wir dann doch noch einen Italiener gefunden, bei dem wir so viel Essen bekamen, dass wir gar nicht alles geschafft haben. Den Nachmittag haben wir dann gemütlich auf dem Bauernhof verbracht, alle möglichen Fahrzeuge getestet, im Sandkasten gebuddelt und es uns einfach noch einmal gut gehen lassen.

 

           

18.06.2010, Freitag

Unser letzter Urlaubstag... So schnell sind zwei Wochen rum. Wir haben uns nach dem Mittag auf nach Kulmbach gemacht, um dort eine ehemalige Kollegin von mir aus Regensburger
Zeiten zu besuchen. Amalie fühlte sich dort zwischen den drei Knirpsen, zwei Katzen und Spielzeugmengen wie in einer Krippe gleich pudelwohl. Der Besuch war schön und wir waren erst nach um neun wieder zurück in Schönlind. Morgen geht es wieder heim. Aber diesmal ist der Weg mit knapp 220 km nicht mehr so weit bis nach Hause.