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Mallorca 2010

25.09.2010

Mallorca, wir kommen. Unser lieber Kumpel Jörg holte uns pünktlich kurz vor 12 mittags ab und war unser Taxi zum Bahnhof. Von dort ging es mit dem Zug zum Flughafen nach Berlin Tegel. Die Zugfahrt hat unser kleiner Engel wunderbar und brav durchgehalten. In Berlin am Hauptbahnhof angekommen, hieß es umsteigen in den Bus, der uns zum Flughafen bringen sollte. Leider fuhr kein einziger Bus, die ganze Straße vor dem Bahnhof war gesperrt. Wie wir bald erfuhren, war großes Skatertreffen und sämtliche Straßen dicht. Schön, dass davon nirgends etwas geschrieben stand. Also ging es mit der S-Bahn und das letzte Stück mit einem anderen Bus weiter und wir kamen noch pünktlich am Flughafen an. Dort fanden wir auch bald unseren Abflugterminal und kurz darauf startete der Airbus 320 auf nach Malle. Amalie hat im Flieger bei Start und Landung gesessen, als hätte sie noch nie etwas anderes gemacht… Und auch während des Fluges war sie friedlich und hat fein mit dem Spielzeug von Air Berlin gespielt.
Als wir dann abends halb neun in Palma de Mallorca landeten und mit unserem Gepäck Richtung Ausgang marschierten, standen dort eine Reihe Leute mit Schildern von Reiseveranstaltern, nur leider war unser nirgends zu sehen. Wir fragten dann einfach den nächstbesten und landeten einen Volltreffer. Er verwies uns zum richtigen Schalter, wo man uns die Busnummer mit passendem Ausgang nannte. Bald darauf ging es mit dem Bus hinaus in das bereits dunkle Mallorca inkl. kleiner Inselrundfahrt. Mit uns saßen noch einige andere Inselbesucher im Bus und die wurden nun zu ihren Hotels gebracht.
Als wir dann in einem Ort voller Häuser, sehr belebter Hauptstraße und voller und lauter Bars hielten und die nächsten Gäste den Bus verließen,  meinet René nur so: „Bloß gut, dass wir hier nicht wohnen…“ Nur Sekunden später hielt der Bus erneut, direkt vor einer Bar und es hieß „Guya Playa“. Wir verstanden es nicht gleich richtig und andere Gäste machten sich auf. Die waren aber falsch. Der Stopp galt uns! Oh oh… Also raus aus dem Bus. Es war nun auch schon kurz vor elf. In einer Seitenstraße  fanden wir im Dunkeln dann auch den Eingang zu unserem Urlaubsdomizil. Ab aufs Zimmer. Der Blick vom Balkon gab uns einen Blick auf den Innenhof frei, zu Trinken gab es auch nicht mehr, denn Bar und Supermarkt um die Ecke waren zu und so sind wir einfach nur noch ins Bettchen gefallen. René war so bedient, dass er schon viel mehr Geld ausgeben wollte für ein anderes Hotel. So schliefen wir also zu dritt in einem Bettchen ein und hofften drauf, dass die anfänglichen Zweifel am nächsten Tag verfliegen.

 

26.09.2010

Die Sonne schien und nach dem Frühstück machten wir eine kleine Ortsbesichtigung. So fanden wir den Pool, wie auf den Fotos im Internet, das Meer direkt vor der Haustür und nach einem kurzen Strandspaziergang retteten wir uns bei einem Wolkenbruch in eine kleine Strandbar und verbrachten dort den restlichen Nachmittag, denn der Regen wollte sich so schnell nicht verziehen. Als die Wolken dann doch eine Lücke genehmigten, zogen wir zurück ins Hotel, spielten noch ein bisschen auf dem Zimmer und genossen das Abendbrot vom Buffet. Die anfänglichen Zweifel lösten sich so leicht in Luft auf. Ein Umzug in ein anderes Hotel war somit kein Thema mehr. :-)

    

27.09.2010

Heute wagten wir uns ein wenig weiter vor und erkundeten die Touristenmeile im Ort, die uns überraschend zum Hafen von Cala Rajada brachte. Und wie wir feststellten, war das doch ein recht schönes Fleckchen Erde, zumal die Regenwolken der Sonne Platz gemacht hatten. So genossen wir den ersten Sangria in einer kleinen Bar direkt am Meer auf der Uferpromenade und Amalie und René badeten ihre Füße im Mittelmeer.

  

   

28.09.2010

Wir haben ein Auto gekauft. Zumindest konnte man das bei den Mietpreisen des kleinen Fiat 500 fast denken, denn wir blätterten 84 Euro auf den Tisch, um mit diesem Gefährt den östlichen Teil der Insel zu erkunden. Wir machten uns auf den Weg nach Capdepera und besichtigen dort eine alte Festung. Weiter ging es ins – laut Reiseführer – „beschauliche“ Städtchen Artá, wo wir auf Futtersuche gehen wollten. Dort angekommen, schoben sich Touristen und Einheimische über einen Markt, der gerade an diesem Tag stattfand. Also nichts mit ruhig und beschaulich. So fassten wir uns kurz mit dem Besuch, sprangen wieder in unser Auto und fuhren weiter. Wir bogen dann einfach mal rechts von der Hauptstraße ab und landeten in Colonia del San Pedro, ein tatsächlich noch relativ unbelassener und touristenfreier Ort, wo wir uns eine echte spanische Paella direkt am Wasser schmecken ließen. Danach ging es die Straße weiter Richtung Norden nach Alcudia, das reinste Touristenmekka, für uns ein Ort zum durchfahren. Wie von Zauberhand geleitet, kamen wir ans Ende der Halbinsel in den kleinen Ort Aucanada und fanden eine  Traumbucht mit paradiesischem Strand, blauem klarem Wasser, frei von Menschenmassen, wir im Kitschfilm. Die Beine im Wasser baumelnd, wollten wir da eigentlich gar nicht mehr weg. Dafür war es einfach zu herrlich. Der „Café con leche“ schmeckte dort gleich doppelt so gut und Amalie machte sich mit den anderen Gästen vertraut und erzählte von Ihren ganzen Spielsachen zu Hause.

   

  

   

  

  

   

29.09.2010

Der Hafen und die Uferpromenade unseres Urlaubsortes waren heute noch einmal Ziel unseres Ausfluges. Diesmal erkundeten wir den Strand in anderer Richtung. Eine so romantische Bucht wie gestern wieder zu finden, war jedoch ein hoffnungsloses Unterfangen. Was wir aber entdeckten waren Villen an den Hängen über der Bucht, eine schöner und größer wie die Andere und jede für sich ein Traum unter blauem Himmel und über blauem Wasser. Unser spontaner Entschluss, noch eine Runde mit dem Boot an der Küste zu drehen, viel ins Wasser, denn der Wellengang war zu stark und die Nachfrage zu gering. Amalie durfte am späten Nachmittag noch einmal in den Pool springen und Mama probierte nach dem Abendbrot ihre neue von Papa geschenkt bekommene „Reise-Sisha“ aus.

  

  

30.09.2010

„Sieben Tage, sieben Nächte…“, unser Motto klang heute Abend lautstark vor unserem Balkon, denn eine Zwei-Mann-Band gab nach dem Abendbrot ihr Bestes. Tagsüber mieteten wir uns einen ca. 20 Jahre alten Nissan Micra in bezauberndem Rot mit Klimaanlage, dafür ohne Servolenkung für „gerade mal“ 42 Euro inkl. Kindersitz und begaben uns Richtung Süden. Einen ruhigen Strand gefunden, sprangen wir alle drei ins salzige Wasser und bauten Sandburgen aus Kies. Auf der Suche nach etwas zu Essen landeten wir in Cala Millor, einer häßlichen Bettenhochburg in englischen Händen. Grauenvoll, ganz grauenvoll. Spätestens jetzt war René vollends überzeugt, dass wir es mit unserem Hotel gar nicht schlecht getroffen hatten. :-)
Unser Hoffnung, noch einmal so einen romantischen Strand wir vor zwei Tagen zu finden, schwand nach einigen verfahrenen Kilometern. Im Hotel angekommen, war Amalie Opfer der Kinderanimation mit Kinderdisco und Spielchen und wir dann etwas später von Schlagern und Ohrwürmern besagter Zwei-Mann-Band.

  

01.10.2010

Der Urlaub neigt sich dem Ende. Den letzten Tag verbrachten wir mit einer Küstenrundfahrt und einem entspannten Umherschlendern an der Uferpromenade, ein paar leckeren Tapas, einem Sprung in den Hotelpool und einem Abschiedsspaziergang an die Bucht von Cala Agulla, wo unser Hotel nämlich lag.

 

  

     

  

02.10.2010

Kurz vor vier Uhr morgens klingelte der Wecker. Was für eine Quälerei, seinen Urlaub zu beenden. Der Bus sammelte nun wieder seine Mitfahrer ein und brachte uns dann noch einige Zeit vor Abflug zum Flughafen nach Palma. Dort hatten wir zunächst Bedenken, die viele Zeit herum zu bekommen, was am Ende mit langem Anstehen beim Einchecken, bei der Sicherheitskontrolle und beim Boarden kein Problem war, denn wir konnten keine Minute zu früh Platz im Flugzeug nehmen. In Berlin angekommen, freute sich Amalie riesig über Oma und Onkel Kurt, die uns dort abholten.
Die Rückfahrt war am Ende doch abenteuerlicher, als sie im Bus gewesen wäre, denn als wir in einen Stau kamen und die nächste Abfahrt auf dem Standstreifen ansteuern wollten, hörten wir direkt hinter uns auf einmal die Sirene eines Polizeiwagens. {p}