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Paris 2011

10.02.2011

Paris - wir kommen.

Ich glaube, es war das erste Mal, dass wir so eine kleine Weltreise von Dresden aus starteten. Onkel Kurt brachte uns heute Morgen zum Flughafen und dann ging es entspannt von Dresden nach Düsseldorf mit einem Zwischenstopp von knapp zwei Stunden, die wir mit teurem und sehr schlechten Mittagessen auf dem Flughafen verbrachten. Der folgende Flug nach Paris Orly brachte dann allerdings erste Zweifel, als wir nämlich mit dem BUs mitten aufs Rollfeld gebracht wurden und wir mit einem Mal vor einer Dash8-Q400 - einer Propellermaschine standen. Plätze waren nur noch 76 vorhanden, und wir hatten erneut einen sehr leeren Flieger und eine ganze Viererreihe ganz für uns alleine. Amalie hat die Zeit und das monotone Geräusch zum Schlafen genutzt aber als wir in Paris Orly landeten, war sie wieder mopsfidel. In diesem Moment macht der Spruch einer noch nicht ganz Dreijährigen, wie "Jetzt sind wir in Paris" einfach nur sprachlos. :-)
In Paris angekommen ging es dann mit dem "OrlyVal" für einen Preis von 20,50 Euro irgendwie erst mal weg vom Flughafen. Am Ende haben wir uns mit zwei Mal Umsteigen in die "RER", Eisenbahnverkehr Paris, auch bis zum gewünschten Bahnhof gefunden. Jedoch ergab sich dann hier eine Fifty-Fifty-Chance, die richtige Richtung einzuschlagen und natürlich standen wir dann erst einmal im falschen "IBIS". Wie klasse!! Also den ganzen Weg wieder zurück und auf einer Riesenbaustelle wiedergefunden, kamen wir dann im gebuchten Hotel an. Auch das Hotel ist irgendwie gerade in einer intensiven Umbauphase, Jedoch war davon natürlich nichts im Internet zu lesen. Es geht aber. Unser Zimmer ist groß, mit drittem Bettchen für Amalie, was wir wahrscheinlich nicht brauchen werden :-), sogar separater Toilette... Was will man mehr. Sogar der Papa ist einigermaßen zufrieden und es gab sogar Lob für das souveräne "zum-Hotel-Lotsen" via "öffentliche Verkehrsmittel.
Da wir so erst kurz vor Sieben abends unser Hotelzimmer in Empfang nehmen konnten, begaben wir uns zum Abendbrot nur noch in das hoteleigene Restaurant, waren zufrieden und nach zwei Flaschen Wein sind dann Papa und Amalie nur noch ins Bett gefallen, wobei Amalie von dem Wein natürlich nichts abbekommen hatte. :-)

11.02.2011

Man was sind wir pflastermüde. Sind heute halb elf von Julia am Hotel abgeholt worden und es ging bei frühlingshaften Temperaturen los, die Großstadt Paris zu erkunden. Erster Stopp war "Trocadéro" mit Blick auf den Eiffelturm. Von dort ging es dann entlang der Seine über die "Pont de la Concorde" auf den "Place de la Concorde".

 

  

Dort hatte man bei dem herrlichen Wetter einen tollen Blick auf die "Champs-Élysées" und auf den Triumphbogen. Weiter ging es zu Fuß durch den "Jardin des Tuileries" vorbei am Louvre und auf die "Ile de la cité". Dort bekamen wir einen schönen Blick auf den "Notre Dame". Zwischendurch gab es Mittag ein einer der vielen kleinen "Kneipen", direkt an einer belebten - sehr belebten - Straße und man saß wie die Ölsardinen zu viert an zwei Minitischen, die der Menge an Getränken und Speisen nicht gewachsen waren. Der Weg führte uns dann vorbei an "St. Michel" Richtung "Jardin du Luxembourg". Leider wurde der Garten 17:30 geschlossen und das traf uns genau, denn wir standen genau um diese Zeit vor den Eingangstoren. Wir entschieden uns dann langsam für den Rückweg per Bus, damit wir von der Stadt auch noch etwas zu sehen bekamen, was mit der Metro und auch mir den Zügen einfach nicht so klappt, denn die verlaufen fast komplett unter der Erde. So kamen wir bis zum "Gare St. Lazare". Dort hieß es "Auf Wiedersehen" sagen, denn Julia wollte noch weiter und gemeinsam mit Freund und dessen Freunden seinen Geburtstag feiern. Wir beendeten den Ausflug noch mit einem Besuch im Restaurant http://www.hippopotamus.fr/. Ein unbedingtes "Muss" für Mama, da ich ja absoluter "Hippo" Fan bin. :-) Danach ging es auf direktem Wege mit der U-Bahn Richtung Hotel und dort ließen wir den Abend bei einem Essen im hoteleigenen Restaurant
und anschließendem Fernsehen (SAT 1 Österreich) ausklingen. Unsere Eindrücke können wir wie folgt zusammenfassen: Viele, viele Menschen, noch mehr Autos auf den Straßen, die einen unglaublichen Lärm machen. U-Bahn und Züge sind absolut Kinderwagen-unfreundlich.

12.02.2011

Monchichi ist weg! Keine Ahnung, wo er liegt, aber irgendein Kind wird sich wohl jetzt sehr freuen...Außerdem gab es den Schreck in der Abendstunde... Alle Fotos von den letzten beiden Tagen sind futsch!!! Ich könnte heulen!! Die Karte hat Ihren Dienst verweigert, indem sie einfach alle vorhandenen Fotos heute einfach überschrieben hat. Keine Erinnerungen vom Hinflug, keine Beweis-Fotos vom Propeller-Flugzeug, vom Eiffelturm, vom Louvre oder Notre Dame, nichts! Alles weg. Wie traurig! Nur noch Erinnerungen im Kopf, die so schnell verblassen, wie man weiß. Ich könnte heulen, heulen, heulen. Gestern habe ich mir noch alles angeschaut und mich ob der teilweise sehr gelungenen Fotos so gefreut! Hätte ich sie nur mal gespeichert!

 

Den heutigen Tag zumindest konnten wir noch fotographisch retten. Waren wieder den ganzen Tag zu Fuß unterwegs. Sind vom Hotel aus Richtung Montmatre los. Erster Besuch galt dem Friedhof in Montmatre, wo auch Heinrich Heine begraben liegt. So haben wir eine eher ruhige Seite von Paris kennengelernt. Und wir sind heute auch in "Amélies fabelhafter Welt" herumgelaufen. Am "Café du deux Moulin" vorbei, ging es auf der Rue Abesses in ein ganz niedliches Lokal, gemütlich, preislich sah es etwas teurer aus, war es am Ende aber auch nicht.

 

Dort haben wir lecker und entspannt zu Mittag gegessen. Dann ging es bei leichtem Regen auf den Berg Richtung "Sacre Coeur" und dort steppte der "Touristenbär". Es war aber dennoch gemütlich, man hatte eine herrliche Aussicht auf ganz Paris unter sich, Straßenkünstler und einen ruhigen Moment direkt in der "Sacre Coeur", wo wir einem Gottesdienst kurzzeitig beiwohnten. Danach lauschten wir noch einem Musiker, der sich erfolgreich mit Gitarre, Verstärker und Mikro die Touristen bei Laune hielt. Amalie war ganz hin und weg, tanzte ausgelassen und war damit im näheren Umkreis die zweite kleine Attraktion. Sie bekam sogar das Plektron von dem jungen Mann gegen ein Küsschen geschenkt.

 

Kontrastprogramm pur, denn wir landeten dann nach einem kurzen Fußweg wieder am "Moulin Rouge" und haben noch viele Eindrücke in der Sexshop- und Peepshow-Gegend Montmatre mitgenommen. Der Heimweg Richtung Hotel führte uns im Stadtteil Batignolle noch durch einen wohl typischen Frischemarkt und dort haben wir gestaunt, was es dort alles für internationale Leckereien, besonders aber für interessantes See-Getier zu kaufen gab.

 

 

Das Hotel füllt sich zum Wochenende mit internationalen Gästen. Japanisch, Englisch, Amerikanisch, Muslime, so ziemlich alles, was man sich denken kann, findet derzeit hier
im Haus zusammen. Sehr interessant.
Was uns im Übrigen auffällt ist, dass die meisten Pariser sehr offen und freundlich sind. In gastronomischen Einrichtungen wurden wir bisher immer sehr freundlich behandelt und auch sonst scheinen die Pariser sehr weltoffen zu sein. Was außerdem auffällt ist die Garderobe der "Einheimischen". Das kann man im Ganzen unter sehr elegant oder "voll im Trend" abtun, egal welchen Alters. "Voll im Trend" die Jugend natürlich, elegant die, die nicht mehr zur Jugend gehören. Allerdings sieht man hier dann auch wieder Bettler, Menschen, die auf der Straße leben, Trickbetrüger, die auch René mit der Vortäuschung einer Unterschriftensammlung für
oder gegen was auch immer 1 Euro aus dem Kreuz geleiert haben, oder eine junge Dame, die - man glaubt es kaum - direkt vor unserer Nase einen goldenen Ring auf dem Fußweg liegen sah, aufhob und dachte, der wäre unser oder so... Faszinierend. :-)
Papa liegt mit Kopfschmerzen derzeit im Kinderbettchen, und Amalie mit Schnupfen alleine im großen Bett und schläft nun hoffentlich, während ich hier eine kleine Flasche
Rotwein mit in die Lobby geschmuggelt habe und nach und nach mein Glas fülle.

13.02.2011

 

Heute ging es mit dem Zug nach Versailles. Die Anbindung war gut, wenn auch zwischenzeitlich etwas verwirrend, aber wir haben uns gefunden. Die Besichtigung mit 15 Euro pro Nase haben wir uns geschenkt und konnten dafür aber kostenlos in den pompösen Park. Dieses riesige, nicht zu fassende Areal im Winterschlaf haben wir teilweise erkundet. Zwischendurch gab es entspannt ein kleines Sandwich und zwei kleine Flaschen Wein.

 

 

Danach hieß es noch einmal Eiffeltum, schließlich mussten wir ein paar Fotos nachholen. Dort war gerade großer Auflauf an Arabern, die anscheinend ihren Sieg in Ägypten feierten. Mumliges Gefühl in der Magengegend. Den frühen Abend waren wir vergeblich auf der Suche nach einer Lokalität in der Nähe des Hotels und sind am Ende doch wieder im Hotelrestaurant gelandet. Nicht sehr einfallsreich, aber chinesisch, japanisch, italienisch oder arabischen Döner wollten wir dann doch nicht in Paris genießen. Amalie bekam zur Feier des Tages noch ein "Kids Menü" mit Hauptgang, Dessert und Apfelsaft inklusive und hat zumindest den riesigen Hauptgang gut aufgegessen.  

 

14.02.2011

  

Tag  der Heimkehr und der Rettungsversuche. Zunächst ging es mit Koffer und Kind bepackt Richtung Hippo-Kneipe, in der Hoffnung, dort den Monchichi wieder zu bekommen. Leider erfolglos, denn unsere Sprachunterstützung Julia war mit vor Ort und konnte nur ein Kopfschütteln erfragen. Dann ging es noch einmal, zu Fuß natürlich, Richtung Oper, vorbei am Louvre und auch noch einmal auf einen tollen Eltern- und Kind-freundlichen Spielplatz am  "Jardin des Tuileries" mit Matten statt Sand,  Bänken zum zuschauen, Überdachung und Zaun drum herum.

 

Es ging noch einmal über die Seine Richtung Notre Dame, damit wir unsere Fotos teilweise wieder herstellen konnten. Den Abschluss unserer Parisreise machte dann leider das mit Abstand schlechteste Essen, was wir in den paar Tagen zu uns nehmen durften. Nun ja. Zurück ging es dann mit dem Zug und per Bus zum Flughafen, wo wir entspannt unseren Flieger erreichten und über Zwischenstopp in Düsseldorf dann abends um neun von Onkel Kurt in Dresden abgeholt und heim gebracht wurden.

 

Au revoir, Paris!