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Rom 2014

19.10.2014

  

Auf in die ewige Stadt.
Endlich Urlaub in Familie, dieses Jahr das erste Mal länger als ein verlängertes Wochenende.
Auch, wenn unser Plan, entspannt mit dem Zug auf dem Flughafen Tegel anzureisen, durch einen Streik der Gewerkschaft GDL der Deutschen Bahn an genau diesem ersten Ferienwochenende abgeändert werden musste, sind wir mit Privatchauffeur Onkel Kurt sicher, nur leider etwas zu früh auf dem Flughafen gewesen und mussten dort noch einiges an Zeit totschlagen, bevor es hieß "Das Boarding für den Flug nach Rom beginnt jetzt!". Da Amalie nun schon eine routinierte und erfahrene Maus in Sachen Reisen mit dem Flugzeug ist, hat die Große das kaum angehoben. Traurig, oder? Hätten wir uns das für uns in dem Alter vorstellen können? Für Arthur war es ein kleines und aufregendes Abenteuer, was er wie immer eigentlich ganz brav und mit großen staundenden Augen in sich aufsaugt. Nach der Landung in Rom begaben wir uns auf die Suche nach unserem Mietwagenschalter, wurden fündig und bekamen den Schlüssel für einen niegelnagelneuen VW Golf SW in weiß, mit dem wir uns dank der heutigen GPS-Technik völlig entspannt auf in Richtung Ferienhaus ca. 50 km norwestlich von Rom aufmachten. Dort angekommen wurden wir nicht nur von einer warmen Sommerbrise mit 25 Grad abends um 7 Uhr, sondern auch von einer Art Hausmeister, der ebenfalls vor Ort wohnt und sehr gutes Deutsch spricht, sehr nett in Empfang genommen, bekamen die Schlüssel übergeben und konnten einziehen. Wohl gefühlt haben wir uns auch sofort, denn die Bilder im Internet hatten Wort gehalten.
Nun denn. "Buon giorno" und "Benvenuto a Roma". 

  

20.10.2014

Das erste Aufwachen im Urlaub verlief ruhig, nachdem alle ihren wohlverdienten Schlaf nach der gestrigen Reisestrapaze beendet hatten. Da hier die Supermärkte auch Sonntags bis 20:00 Uhr geöffnet haben, konnten wir uns gestern noch mit dem Nötigsten für ein Frühstück versorgen und so in Ruhe starten. Die Kinder konnten den Spielplatz entdecken und dann ging es bei 26 Grad und herrlichem Sonnenschein erst einmal auf zum "großen Wasser". Die Kinder waren vom Strand nur schwer wieder weg zu bekommen. Aber es gelang und de restlichen Nachmittag verbrachten wir zum Ankommen auf der Terrasse unseres gemütlichen Ferienhauses, wo es uns an nichts mangelt. Während René und ich uns abends, als die Kinder im Bettchen waren, noch ein Glas Wein genehmigten, hörten wir von der Straße her Motorengeräusche, die plötzlich in einem Krachen endeten. Das klang gar nicht gut und René machte sich auch sofort auf den Weg, mal nachzuschauen, was da passiert war, während ich bei den Kindern blieb. Als er wiederkam, erzählte er, dass er einen jüngeren Herren nach seinem Crash mit dem Motorroller aus den Graben ziehen musste. Der junge Mann hatte wohl einen Schutzengel, denn er konnte laufen und wollte eigentlich schnell wieder auf sein ziemlich demoliertes Fahrzeug steigen und weiterfahren. Nachdem dann mal das dritte Auto angehalten hatte und gefragt hatte, ob man einen Krankenwagen holen sollte, was der Verunfallte sofort verneinte, kam René erst mal zurück und war verunsichert, ob man den jungen Mann in schwarzen Klamotten tatsächlich so orientierungslos auf der unbeleuchteten Straße zurück lassen sollte. Schließlich holte sich René bei unserem Hausverwalter Rat, der meinte aber nur, er würde nun das Tor verschließen und damit hatte sich die Sache. Vielleicht war der Fahrer betrunken, wir wissen es nicht. War eine interessante Erfahrung. 

21.10.2014

Pflastermüde kamen wir heute abend halb acht von unserem ersten Ausflug in die große Millionenmetropole wieder in unser hübsches, gemütliches Ferienhaus zurück. Aber die große, laute Stadt voller Touristen war sehr interessant und beeindruckend. Wir sind von Ladispoli mit dem Zug Richtung Rom gestartet und haben uns in der ewigen Stadt fast nur zu Fuß bewegt.

    

Eines unserer heutigen Ziele war das Colloseum, welches wir auch von innen bestaunten. Dann ging es vorbei am Forum Romanum und über den Circus Maximus weiter über den Tiber, vorbei an der Tiber-Insel in das Viertel Trastevere. Dort gab es am Piazza de Trastevere noch ein Eis für Amalie und Arthur und da es schon um sechs Uhr abends war, mussten wir uns dann in eine übervolle Straßenbahn Richtung Bahnhof quetschen, um unseren Zug zu erreichen. War gar nicht so leicht, die völlig gestressten und übermüdeten Kids zum Schlafen zu bringen. Aber nun ist alles ruhig, da oben. Na außer dem Papa... der sägt schon wieder ganze Wälder ab. Hoffentlich hören das die Nachbarn nicht! ;-)

  

    

22.10.2014

  

 

Bei bestem Wetter wandelten wir heute auf historischen Spuren, die älter als 2000 Jahre sein sollen.
Wir haben "Ostia Antica" entdeckt, die ursprüngliche Hafenstadt des antiken Roms und es war erneut sehr beeindruckend und für uns unvorstellbar, in welch historischen Steinresten und auf welch altem Straßenpflaster wir uns bewegt haben. Unseren zwei Süßen hat es einen Heidenspaß gemacht, durch die alten Mauern zu klettern und die Welt von damals zu entdecken und uns "Großen" auch. Wahnsinn. 

 

  

  

23.10.2014

 

Renés Wunsch war es heute morgen, einfach mal nach Sperlonga zu fahren. Also ging es über Landstraßen in die 150 km von uns entfernte Küstenstadt. Hat zwar eine Weile gedauert, aber der Ausflug hat sich gelohnt und wir haben ein paar schöne entspannte Stunden mit Strandspaziergang und Muscheln sammeln dort verbracht. Ricchtig leckeres Eis gab es auch. 

  

24.10.2014

Rom Teil 2 - Heute entdeckten wir wieder eine Menge interessante Plätze in der ewigen Stadt. Zu Fuß ging es am Hauptbahnhof los über den Piazza Delle Repubblica in Richtung Villa Borghese, wo wir uns ein Fahrradmobil ausliehen und den Park zu viert unsicher machten. Die Kinder haben beide vor Begeisterung gejauchzt und den Papa zu Höchstleistungen angespornt. Den konnte es nicht schnell genug gehen. Wir haben herzlich gelacht alle zusammen. Schön wars! 
Von dem Park ging es zurück über den Piazza Del Populo, die Spanische Treppe am Piazza di Spagna (aber nur von Weitem), vorbei am Brunnen "Fontana Di Trevi", der leider eingerüstet war und saniert wurde, über den Piazza Venezia mit einem Blick auf das gigantische Denkmal Viktor Emanuels II. per U-Bahn zurück zum Hauptbahnhof. Doort sind wir umsonst nach unserem Zug gesprintet, denn der war schon weg, nachdem wir uns von Gleis 1 bis zur 26 durchgeschlagen hatten. Da war es Glück, dass auf dem Nebengleis noch ein Zug stand, der in die gleiche Richtung fuhr... So waren wir kurz nach 8 abends zu hause und hatten so unsere Mühen, die Kinder ruhig zu stellen und ins Bett zu bringen. 

  

  

25.10.2014

Nachdem wir die Kinder und uns die letzten Tage doch sehr mit unseren Ausflügen gestresst hatten, nutzten wir den heute faulen Auszeit-Tag zum Karten schreiben, basteln, unsere zwei kleinen Kampfhähne auseinander treiben, zum Spiele spielen, lesen und entspannen.
Und ich bin ganz stolz, denn Amalie hat Ihre ersten drei Postkarten ganz alleine geschrieben! Hat sie toll gemacht! Ehrlich. 
Für morgen planen wir unseren letzten Besuch in Rom.
Der Vatikan, der Petersplatz und die Engelsburg warten noch auf unsere Audienz. :-)
Und das, nachdem wir heute abend als eingefleischte Atheisten versucht haben, Amalie zu erklären, was es mit dem Vatikan und dem Papst auf sich hat. Tja... Wie erkläre ich es meinem Kinde?!
 
Gar nicht so einfach...

 

26.10.2014

Nur weil sich diese blöde Tür heute im Zug am Bahnhof St. Piedro nicht öffnen lies und wir nicht aussteigen konnten, wo wir es geplant hatten, kostete es uns ganze zwei Stunden, um endlich dort anzukommen, wo wir eigentlich hin wollten. Zum Vatikan. Wir waren zu spät für einen Besuch auf dem deutschen Friedhof, der nur bis 12:00 Uhr geöffnet war, und am Ende war ich auch etwas genervt von der Odyssee durch Rom, um überhaupt erst einmal den richtigen Weg zu finden. Es ging eine gefühlte Ewigkeit mit dem Bus bis zum Hauptbahnhof und nachdem wir dort erst einmal in der falschen Metro-Linie gelandet sind, mussten wir wieder zurück, um dann endlich die richtige Linie zum Petersplatz zu nehmen. 

   

  

Dort angekommen, standen tausende Leute an, um in den Petersdom zu kommen, was wir als erklärte Atheisten natürlich nicht auf uns nahmen. Also machten wir uns auf den Weg zur Engelsburg, wo ebenfalls in langer Schlange angestanden wurde. Da mit den Kindern ein Besuch eh nicht zur Debatte stand, machten wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof St. Pietro, um wieder völlig verspätet in Ladispoli anzukommen. Unsere armen Zwerge. Die Italiener vergöttern die Kleinen aber offensichtlich, denn Viele waren verzückt, sind sogar in den öffentlichen Verkehrsmitteln aufgestanden, um unseren zwei Süßen Platz zu machen. Es gab Bonbons für die Kinder von völlig wildfremden Leuten und Arthur hat so mancher über den frisch geschorenen Kopf gestrichen. Amalie hatte ebenfalls ihre Fans, was mir auffiel, als eine Bedienung im Restaurant zu uns meinte: "She is so pretty!" Das macht Mama natürlich stolz. Also kinderfreundlich sind sie, die Römer. 

27.10.2014

Heute war schon wieder Zeit, lebe wohl zu sagen, was wir mit einem Besuch am Meer und einem etwas anstrengenden Mittagessen im Restaurant hinter uns brachten, denn Arthur war bissl durch den Wind heute. Ihr hättet ihn mal sehen müssen, wie er, während Amalie wie eine Gazelle auf den Steinen hin und her sprang, auf allen vieren auf der Mohle herumgeklettert ist und dabei ununterbrochen vor sich hin plapperte: "Oh nein... ich schaff das nicht....hilf mir... ach Du meine Güte....ohoh...." Es war zum wegschmeißen. Ein paar Minuten später war er von der Mohle nicht mehr wegzubekommen...  

   

28.10.2014

Der Wecker klingelte nicht, heute morgen... Dank der inneren Uhr waren wir dennoch, wenn auch etwas erschreckt, rechtzeitig munter und konnten Kinder und Koffer wie geplant im Auto verstauen und uns auf in Richtung Flughafen machen. Puh... Irgendwie lotste uns unser Navi diesmal aber direkt über die Autobahn, wo wir dann zum ersten Mal im Urlaub Maut zahlen mussten. Dafür lagen wir aber gut in der Zeit. Da war sogar noch eine extra 5-Euro-Runde durch das Parkhaus drin, denn wir hatten das Volltanken unseres Mietwagens vergessen. Zum Glück war die nächste Tankstelle nicht weit weg, so dass wir trotz des ungeplanten Umweges rechtzeitig im Flieger saßen. In Berlin ging es mit dem TXL-Bus zum Hauptbahnhof und von dort mit den heute wiedder fahrenden Zügen erster Klasse doch relativ entspannt heim nach Dresden. Dort waren wir zwar eher da als unser bestelltes Taxi, aber das kam dann auch bald und brachte uns und leicht überdrehte Kinder nach Hause. Fertsch mit Urlaub. Morgen hat René seinen 40sten. Nun muss ich noch Geschenke einpacken. ;-)

   

  

PS: Falls jemand meine mir von meiner lieben Mutter vererbte hellblaue Windjacke irgendwo am Flughafen Berlin Tegel findet.... Die müsste da noch irgendwo herum liegen. *heul* Kann mir vorert keine neue leisten, denn mein Auto war während unserer Abwesenheit in der Werkstatt und die wollen jetzt 800 Euro von mir haben! Und das direkt nach dem Urlaub?! Willkommen zu Hause! :-(