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Sanremo 2016

01.10.2016

  

Eine Schußfahrt nach Sanremo. Die wurde es heute tatsächlich... irgendwie. Im Morgengrauen starten wir - wie immer nur fast pünktlich - zusammen mit Oma und Kurti Richtung Berlin Tegel, um den Flieger nach Nizza zu erreichen. Unsere Anfahrt und später auch der Flug verliefen ohne große Zwischenfälle. In Nizza nahmen wir nach einer reichlichen Stunde Anstehen am Europcarschalter dann unseren coolen VW Bus-Mietwagen in Augenschein und freuten uns über ausreichend Platz für uns und unser Gepäck. Sogar ein Navi war drin... Das funktionierte jedoch nur bis zur Ausfahrt aus dem Parkhaus. Denn nachdem wir die erste Schranke rückwärts wieder verlassen mussten, weil unser Parkticket von der Autovermietung die Schranke nicht öffnen wollte, gelang es an Schranke zwei dann wunderbar. Das Problem war jedoch, dass ich im Weg und/ oder die Schranke zu schnell nach unten wollte und/ oder die Ausfahrt auch noch ziemlich schmal war... Jedenfalls krachte es mörderisch und der rechte Außenspieegel verabschiedete sich komplett von seinem Hauptkörper... inklusive GPS, wie wir dann feststellen mussten... Nach kurzer Beratung, wie wir jetzt weiter vorgehen sollten, verließen wir Nizza per Telefonnavi und machten uns mit einem im Kofferraum liegenden Außenspiegel und über Umwege durch die Berge, dafür aber mit herrlicher Aussicht von oben auf die Bucht von Monaco auf nach Samremo. Dort angekommen, lernten wir im nächstbesten Supermarkt mit Tiefgarage noch, dass der VW Bus mehr als zwei Meter hoch ist und René eine steile Tiefgarageneinfahrt einwandfrei rückwärts wieder hochmanöfrieren kann. Oh man... Laura, die Schwester unserer Vermieterin, begrüßte uns herzlich und mit Küsschen. Angekommen... Wein auf.

 

02.10.2016

      

  

Mit Ausschlafen war heute nicht wirklich viel, denn die Knirpse waren bereits seit sechs Uhr wach und am Herumpoltern. Zu Fuß erkundeten wir dann heute Sanremo und zeigten Oma und Kurti die uns bereits bekannten Ecken und die etwas versteckte, alte und wundervolle Burganlage. Mittags gab es lecker Pizza und Nudeln, für unsere Verhältnisse sogar ziemlich preiswert. Dafür gönnten wir uns ein Gelati deluxe! :-) Wir bestaunten auf unserer Burgbesteigung riesige und uralte großblättrige Feigenbäume und genossen den herrlichen Ausblick von oben auf die alten Dächer und das Meer. 

  

  

03.10.2016

  

   

Mit unserem tollen und leicht demolierten Bus ging es heute nach Apricale, einem kleinen, über 1000 Jahre alten Dorf mit ca. 600 Einwohnern. Dort erkunndeten wir herrlich kleine, steile Gassen die durch überdachte Durchgänge und Steinarkaden geprägt waren. Auf dem zentralen Marktplatz gab es ein sehr leckeres Mittagsmenü, bevor wir uns durch die alten Gässchen wieder Richtung Bus bewegten.

    

    

  

 

Auf dem Rückweg legten wir noch einen Stopp in Dolceaqua ein. Hier fasziniert eine steinerne Bogenbrücke, die sich über 30 Meter über den Fluß Nervia spannt, nicht nur die Touristen. Auch der berühmte Maler Monet fand schon zu seiner Zeit Gefallen und brachte seine Begeisterung für diesen tollen Ort voller Geschichte zu Papier. Und auch hier winden sich schmale, träumerisch verwinkelte Gässchen wie ein Labyrinth. Man könnte stundenlang durch diese märchenhafte Kulisse spazieren. Kleine Boutiquen von Künstlern laden zwischendurch zum Stöbern ein. Traumhaft! Man fühlte sich irgendwie Jahrhunderte zurückgeschleudert... Alle Faszination wich dann aber nach einem Einkauf in einem der örtlichen Supermärkte auf der Rückfahrt schnell der Realität. 

04.10.2016

   

Bisschen lesen üben, bisschen Deutsch üben... Amalie hat es mit mir als Mutter schon nicht leicht, aber was sein muss, muss sein. Und es muss sein, wenigstens ein bisschen. Aber Dank Internet und lustiger Bücher fällt es einem leichter, unsere Maus zu motivieren. René's Wunsch war dann heute der Besuch des Clown-Museums in Imperia, ca. 30 km von Sanremo weg, entlang einer herrlichen Küstenstraße. In Imperia begann dann die Suche nach dem Museum. Ein viel größeres Problem ergab sich jedoch bei der Suche nach einem geeigneten Parkplatz für unseren Mietbus. Irgendwann fanden wir einen gebührenpflichtigen Stellplatz und erkundeten Imperia zu Fuß. Beeindruckend waren unglaubliche Yachten am Hafen. Nach einem leckeren Mittag, auch ohne erhofftes Speisen auf der Strandpromenade, ging es zurück zum Auto und Richtung Clown-Museum, welches jedoch leider geschlossen hatte. Schade war's, denn der kleine Park vor der Villa Grock sah bübsch aus. 

 

05.10.2016

  

Einer Schnapsidee vom letzten Jahr folgend, machten wir uns heute auf die Suche nach der Vermiet-Station von Motorrollern und hatten Glück, dass wir beide den Motorradführerschein haben. Denn so konnten wir zwei "große" Roller (150 und 200 ccm) ausleihen, weil kleinere Modelle nicht mehr verfügbar waren. Zwar hatte ich zunächst völlig verpeilt meinen Führerschein in der Ferienwohnung vergessen, aber René hatte alles am Mann und konnte mit Amalie zusammen die erste Runde zur Ferienwohnung machen, um dort meine Papiere zu holen, damit auch ich einen Roller ausleihen konnte. Überrascht und auch glücklich war ich über den Fakt, dass der kleine Arthur, der sonst immer viel schneller die Hosen voll hat als seine große, mutige und abenteuerlustige Schwester, seine Scheu überwinden konnte und voller Vertrauen zu mir aufs Zweirad wollte. Und nachdem der benachbarte Kneiper sich mit uns irgendwie anlegen wollte aus Gründen, die uns wirklich nicht bekannt waren, bestieg jeder von uns seinen Roller mit je einem Kind drauf und ab ging die Fahrt. Unsere Spritztour führte uns über ungewollte Umwege durch das Hinterland von Sanremo nach Bussana Vecchia, einem kleinen Dorf ganz in der Nähe, welches 1887 durch ein Erdbeben zerstört, lange Zeit unbewohnt und in den 1960er Jahren illegal von internationalen Künstlern modernisiert wurde und seit dem von ihnen bewohnt wird.

  

Unser Mittagessen in der erstbesten Restauration war ganz vorzüglich mit phantastischem Ausblick und die alte Festung ein interessantes und wundervolles Fleckchen Erde. Leider hatten die meisten der Künstlerboutiquen geschlossen, sodass wir nicht in Versuchung gerieten, ungewollt Geld auszugeben. :-) Oma und Kurti genossen dafür heute Ruhe und Zweisamkeit und entdeckten Sanremo etwas ausführlicher zu Fuß. 

06.10.2016

Heute gab es noch eine Runde auf zwei Rädern oben drauf. Sehr zur Freude unserer Knirpse. Die arme Oma und der arme Kuti mussten sich somit noch einen weiteren Tag in Sanremo vertreiben... Dafür hatten sie aber erneut etwas mehr Ruhe. Wir sind derweil - wie immer unbeabsichtigt - durch die Berge gegurkt, fanden zurück auf die Küstenstraße, waren am Strand Muscheln sammeln und Steintürme bauen.

 

  

Am frühen Nachmittag brachten wir die Roller zurück zur Vermietstation. Natürlich wurde vorab noch brav voll getankt, wobei René plötzlich seinen Tankdeckel vom Roller vermisste und er befürchtete, dass er seit gestern ohne in der Gegend herumgefahren ist... Zum Glück hatte Amalie einen aufmerksamen Blick und entdeckte den seit gestern vermutet nicht mehr vorhandenen Tankdeckel auf der eben von uns benutzten Zapfsäule.... Ohne Worte! :-)
Da sich die Sonne heute nicht wirklich blicken lassen wollte, zog es uns alle auch direkt zurück in unsere schöne gemütliche Ferienwohnung. Urlaubskarten wurden geschrieben, ausgeruht und gelesen wurde und am Abend gab es noch lustige UNO-Kartenspielrunden.  

07.10.2016

Der letzte Tag, der letze gemeinsame Ausflug in Ligurien. Heute ging es mit dem gemieteten Kleinbus noch einmal Richtung Osten, nach Cervo. Wir nahmen den kürzesten Weg über die Autobahn und waren nach knapp 30 Minuten am Ziel. Was für ein hübsches kleines Städtchen!

  

 

 

Auch hier gab es eine Menge kleiner Gassen zu erkunden, zwei riesige Kirchen zu besichtigen und einfach nur die herrliche Umgebung zu genießen. Nach dem obligatorischen Rundgang ging es noch einmal ans Meer und die Kinder durften ihre Füße ins Wasser halten. Das Rauschen der Wellen ist für mich ja immer Erholung pur. Trotz alle dem warteten ungepackte Koffer und DER Weinladen in Sanremo noch auf uns. Also ging es über die schnellste Route zurück, noch schnell ins Zentrum von Sanremo, rein in den Weinladen, ins nächste Café auf einen typisch italienischen Espresso und zurück in unsere Ferienwohnung zum Kofferpacken.

  

    

 

 

Morgen geht es leider wieder ab nach Hause, wo uns 8 Grad und Regen erwarten! Grauenvoll!!! 

08.10.2016

Und so war es dann auch... kalt und regnerisch empfing uns die Heimat. Da würde man am liebsten im Flieger sitzen bleiben... Die leichte Verspätung beim Start wurde während des Fluges wieder rausgeholt und so landeten wir pünktlich in Berlin. Unsere Autos fanden wir auf diesem gigantischen Parkplatz auch wieder und auf der Autobahn lief es gut.

Ciao und bis zum nächsten Mal, Bella Italia! Wir kommen wieder! Versprochen! :-)

Und zum Schluß noch mein absolutes Lieblingsbild aus diesem Urlaub, wenn auch von Mücken zerstochen.... ;-)