Anmelden  

Andalusien 2018

06.10.2018

   
 
In aller Herrgottsfrühe aufstehen und die Kids rechtzeitig wach zu bekommen, um den Flieger ab Berlin-Schönefeld zu schaffen, war heute schon die erste Herausforderung. Unseren Parkplatz, dessen Bestätigung ich am Ende nur durch Herumtelefonieren von Deutschland nach England, zurück nach Berlin und von dort nach Stuttgart - und das alles wegen eines Parkplatzes in Berlin - endlich dann doch per Email zugeschickt bekam, hätten wir schneller finden können, wenn sich Rene nach den Schildern und nicht nach meiner Navi-Eingabe gerichtet hätte. :-) Zumindest standen wir erst einmal mitten in einem Wohngebiet und nicht wie gewollt am BER, unserem Milliarden-Steuerloch. Schnell noch ein weiteres Mal falsch gefahren und schon waren wir in P3 des BER - ein Geisterflughafen und Parkplatz für tausende Diesel-VW-Fahrzeuge, die auf ihre Genehmigung warten... Nach ein paar Minuten Suche konnten wir  erfolgreich unser Auto parken. Das Shuttle fuhr nach Bedarf und nicht nach Fahrplan. Und so waren wir rechtzeitig am Flughafen Berlin-Schönefeld. Unser Flieger startete wie gewohnt mit Verspätung. Da wir aber keinen Anschlussflug zu erreichen hatten, konnten wir das entspannt zur Kenntnis nehmen. Und während wir uns in Berlin bei sommerlichen Temperaturen um die 23 Grad verabschiedeten, empfing uns Sevilla knapp dreieinhalb Stunden später mit hochsommerlichen 33 Grad. Mit vollzähligem Gepäck ging es dann Richtung Autovermietung. Nein... quatsch... Unser Gepäck war gar nicht vollständig, denn Amalie hatte ihre Rucksack im Flugzeug vergessen. Also mussten wir noch mal zum Ryanair-Schalter und danach fragen. Die Maus hatte Glück. Ihr Rucksack wurde gefunden und nur knapp 20 Minuten später war dieser wieder in ihren Händen. Und nachdem wir in Berlin einen weißen Insignia abgestellt hatten, nahmen wir dann heute einen schwarzen als Mietwagen in Empfang, wenn auch mit weniger Ausstattung. Auf ging es nach El Puerto de Santa Maria, nur 10 Minuten von Cádiz entfernt. Das gebuchte Apartment gehört zu einem Apartmenthotel und dieses entpuppte sich als hübsches Kleinod inmitten der City. Eine wirklich nette Anlage mit hübschem Innenhof und Minipool. Und auch wenn Amalie und Arthur beide Schlafzimmer - immerhin waren es schon mal 2 - unter Geschrei nur für sich beanspruchten und der Haussegen mal wieder gewaltig schief hing, klärte sich am Abend dann doch die Anspannung und nach einer Runde Planschen im Mini-Pool liegen die Kinder zusammen im Kinderzimmer und schlafen. ENDLICH! 
Und ich werde auch gleich in der Waagerechten verschwinden...      

  
 

07.10.2018

 
Der Tag startete mit einem kontinentalen Frühstück für 5 Euro pro Nase. Am leckersten war der frisch gepresste Orangensaft! Danach erkundeten wir unseren Ferienort El Puerto de Santa Maria. Zu Fuß ging es durch die Altstadt in Richtung Nordatlantik, die Badesachen im Gepäck. Am Strand angekommen, gab es noch ein feines Mittagessen mit Blick auf´s Meer und inmitten von spanischen Familien. Da konnten unsere Kids laut sein, wie sie wollten. Das lautstarke Stimmengewirr der übrigen Gäste war definitiv nicht zu toppen. Wie entspannend!!! 
 
 
 
     
 
    
 
 
   
 
 
 
    
 
Nach dem Essen durften die Kinder ein paar Liter Salzwasser schlucken und Muscheln sammeln. Der Weg zu unserem Apartment zurück führte uns erneut durch die Altstadt und zum Abschluss des Tages gab es noch ein paar leckere typisch spanische Tapas in "Familiengröße". So brachten wir auch Tag mit einer chronisch nörgelnden Tochter und einem "Auf-Fußball-Entzug-und-an-nichts-anderes-denken-könnenden" Sohn erfolgreich rum. Arthur war am Abend hundemüde und ließ sich ohne Widerstand in Bettchen bringen, so dass ich danach noch Zeit hatte, mit der Maus ein wenig Kinderkniffel zu spielen. 
 
 

08.10.2018

 
Nachdem René heute Morgen unseren Miet-Opel Insignia erfolgreich aus einer Mini-Garage mit noch kleinerer Ausfahrt bugsiert hatte, machten wir uns auf den Weg nach Cadiz. Dort angekommen und einem Fastunfall mit einem Bus gerade noch einmal so entkommen, bestaunten wir ein englisches Kreuzfahrtschiff und die "Mein Schiff 3", die gerade vor Anker lagen.
 
    
 
    
 
 
Zu Fuß ging es auch heute durch die Altstadt in Richtung Castillo de Santa Catalina, die wir ausgiebig erkundeten. Auf dem Weg zurück zu unserem Auto lauschten wir noch eine ganze Weile fantastischen Gitarrenklängen an einem belebten Platz vor einer Kirche sitzend und beobachteten entspannt das bunte Treiben. Tochter weithin an allem nörgelnd und meckernd, der Sohn auf Fußball-Spiel-Entzug, aber beide miteinander in unheimlicher Harmonie... Es ist dennoch eine Herausforderung, auch entspannen zu können!!! 
 
    
 
   
 
   
 
Aber bei all der Geschwisterharmonie brachte es Amalie heute sogar fertig, dem Arthur die Fußnägel zu schneiden, denn ich darf immer nicht und stoße immer nur auf Gebrüll und Verweigerung. Jedoch waren kurz geschnittene Nägel aber meine Bedingung für einen kurzen Abstecher in den hoteleigenen Pool. 
Ich war ganz angetan von Amalie´s unerschrockenem Handeln! Und während der Papa lautstark im Bett vor sich hin schnarchte, nutzten die Kids und ich die Zeit noch für ein kleines Kinderkniffel-Spielchen. Morgen geht es in Richtung Malaga mit einem Abstecher nach Gibraltar - so zumindest der Plan. Mal sehen, ob das Auto heil bleibt. ;-) 
 
  
 
 
   

09.10.2018

 
Auf nach... und ich kann mir den Namen einfach nicht merken.... Benalmádena!!! 
Geplant war ein Zwischenstopp auf Gibraltar, denn das lag auf dem Weg. Gesagt, getan. Gibraltar empfing uns wolkenverhangen und mit abwechselnd Sonnenschein und leichtem Regen. Das Auto ließen wir auf spanischer Seite stehen und machten uns zu Fuß auf ins britische Überseegebiet. Verwirrt war ich, als ich Flugzeuggeräusche hörte und einen Easyjetflieger in die Luft starten sah. Wo soll denn hier eine Start- und Landebahn sein?? Meine Familie, gerade eben alle auf Toilette gewesen, glaubte mir wie üblich kein Wort.
 
   
 
Nach zweimaliger Ausweiskontrolle befanden wir uns auf britischem Boden. Schon irgendwie faszinierend... Dort stand auch gleich die perfekte Touristenfalle in Form eines Werbeschildes für einen geführten Ausflug durch Gibraltars Berge und ich beschloss relativ intuitiv, diesen für uns zu buchen. Wir hatten wenig Zeit, waren zu Fuß und das Angebot klang perfekt für uns. So würden wir nach Erklärung eines netten Guides durch die Berge gefahren werden und konnten eine Höhle, den Affenfelsen und einen Tunnel entdecken. Kurze Zeit später war ich 93 Euro los und noch ein paar Minuten später starteten wir mit einem Guide im Rentenalter Namens Freddy in einem Kleinbus auf zur Tour. Allein die Bergstraßen waren schon ein Abenteuer. Die Aussicht hätte bei all den Wolken sicherlich besser sein können, denn so konnten wir das 24 km entfernte Afrika (Marokko) im Wolkendunst nur vermuten. 
 
   
 
   
 
Wir besichtigten die St. Michael´s Höhle, statteten den Affen auf dem Affenfelsen einen Besuch ab, wo mir so ein kleiner Bursche an den Rucksack wollte, und besichtigten den Siege Tunnel. Freddy chauffierte uns in seinem Kleinbus für uns sicher durch die engen Bergsträßchen und erzählte eine Menge interessante Dinge über Gibraltar, seine Geschichte und das Leben heute dort. Es war wirklich sehr interessant.
 
  
 
   
 
  
 
   
 
   
 
Einen Großteil übersetze ich den Kindern in Kurzform. Im Nachhinein hatte sich die Investition von 93 Euro definitiv gelohnt, denn zu Fuß und völlig unvorbereitet hätten wir - ja - nichts davon zu Gesicht bekommen, behaupte ich jetzt mal. Der Ausblick in die Bucht von Gibraltar auf die vielen, teilweise gigantischen Schiffe war überwältigend! Und wir fanden heraus, dass es Linksverkehr entgegen aller Vorhersagen hier nicht gibt!
 
   
 
      
 
   
 
    
 
Voller Begeisterung und toller Eindrücke sind wir alle 4 dann gegen halb vier La Linea (Spanien) noch zu einem späten Mittag eingekehrt, bevor wir uns bei Aprilwetter dem letzten Stück in Richtung....  Benalmádena, kurz vor Malaga, widmeten. 
Unsere neue Ferienbehausung entpuppte sich als nettes Anwesen inmitten des Berghangs, mit Pool und Möbeln aus den 80ern? Ja, denke ich mal. Leider gab es am Abend stürmischen Wind, Gewitter und etwas leichten Regen, so dass der coole Pool jetzt noch gar nicht in Beschlag genommen werden konnte. Na mal sehen, ob das die nächsten Tage noch klappt. Im Moment zumindest ist das Wetter zu Hause sonniger und wärmer als hier in Andalusien. Verrückt! ?

10.10.2018

 
Der Tag startete, wie der gestrige endete. Mit Regen und Gewitter... Also ließen wir es langsam angehen und machten uns am späten Mittag zu Fuß auf den Weg, den Hang hinunter. 
René führte und so ging es ohne konkretes Ziel Richtung Meer. Da wir so richtig weder Kneipe noch ein konkretes Ziel fanden, ging es wieder denn Berg hinauf zur Ferienwohnung, wo wir ins Auto umstiegen und den restlichen Berg motorisiert einnahmen, um zu entdecken, dass Benalmádena ein netter Fleck mit einem gemütlichen historischen Stadtkern ist.
Es gab lecker Spät-Mittag und auf dem Weg zurück in unsere Herberge legten wir noch einen Besichtungs-Zwischenstopp im Castillo de Comolares ein. Dieses hübsche Bauwerk wurde erst 1994 fertig gestellt und ist dem Entdecker Columbus gewidmet. Es vereint Kitsch und Baustile verschiedener Epochen, ist eine Art Abenteuerspielplatz für Kinder, beherbergt die wohl kleinste Kapelle der Welt (die wir leider nicht besichtigen durften) und man hat eine tolle Aussicht. Wieder zurück in unserer Ferienwohnung gab es noch eine Mini-Plansch-Runde im Pool und später noch eine Runde "Erwachsenenkniffel" mit der Maus. 
 
    

   
 
   
 
 
 
 

11.10.2018

 
   
 
   
 
Augen auf - Regen, Regen und nochmals Regen, während daheim die Sonne mit 26 Grad vom Himmel strahlt. Wie ungerecht. Dennoch zogen wir unser Vorhaben, mit dem Zug nach Malaga zu fahren, durch. Es gibt ja Regensachen. Die brauchten wir nach 30 Minuten Zugfahrt auch schon nicht mehr, denn die Sonne kämpfte sich in Malaga erfolgreich durch die Wolken. Zu Fuß entdeckten wir die Markthalle "Mercado Central de Atarazanas" und ausgiebig das "Castillo de Gibralfaro" aus dem 10. Jahrhundert.
 
 
   
 
   
 
   
 
Für eine Besichtigung der "Alcazaba" blieb am Ende gar keine Zeit mehr. Die Stadt war voller Touristen, zwei Kreuzfahrtschiffe lagen im Hafen... Ein Multi-Kulti-Stimmengewirr - wohin man auch die Ohren spitzte. Leicht erschöpft und völlig pflastermüde fielen wir am Abend in die Kissen... Nein, nicht ganz... bei den Kids gab es Knatsch untereinander, aber die waren ja auch hundemüde, so dass gottseidank die Müdigkeit, wenn auch reichlich spät, am Ende siegte. ;-) 
 
   
 
   

12.10.2018

   
 
      
 
Wie der Zufall es so wollte, konnten wir uns heute mit Freunden in Ronda verabreden, denn die sind zur gleichen Zeit in Malaga im Urlaub. Also ab in die Berge. Nachdem die letzten 40 km nur noch aus Kurven bestanden, kamen wir auch fast pünktlich im vermeintlich kleinen, beschaulichen Bergdörfchen Ronda an, welches sich als Kleinstadt mit knapp 35 Tausend Einwohnern entpuppte. Nur leider zogen mindestens genauso viele Touristen durch die Straßen. Busseweise wurden Menschen aus aller Welt herangekarrt. Es war unglaublich!
 
   
 
 
Wir besichtigten ausgiebig die Stierkampfarena, kämpften uns später durch die Menschenmassen und bewunderten die "Neue Brücke", genannt „El Puente Nuevo“.
 
    
 
   
 
  
 
Nach einem späten Mittag ganz in spanischer Tradition machten wir uns noch auf den Weg nach Juzcar, dem „Schlumpfdorf“. Zu Werbezwecken für den Film "Die Schlümpfe" wurden alle Häuser dieses kleinen, wirklich beschaulichen Dorfes mit ca. 250 Einwohnern im Jahr 2011 komplett in schlumpfblau gestrichen und seit dem freuen sich die Anwohner über Besucher aus aller Welt. Jedoch war es hier nicht annähernd so überlaufen wie anderswo.
 
   
 
   
 
 
 
Die äußerst kurvenreiche Anfahrt und später vor allem die ebenso Rückfahrt im Dunkeln über die engen, kurvigen Sträßchen hielten Fahrer und Beifahrer wach... 

13.10.2018

 
Heute Morgen hieß es wieder alles ins Auto und ab nach Cordoba. Bei fast 30 Grad saßen wir einige Zeit im Auto, und das, wo es die letzten Tage gerade knapp über 20 Grad war und wir einen Traumpool vor der Nase hatten, den wir bei der Kälte leider gar nicht nutzen konnten.
 
   
 
   
 
     
 
Nun also wechselten wir bei hochsommerlichen Temperaturen das Quartier und legten am Stausee in Iznájar noch einen Zwischenstopp ein, besichtigen die alte Burganlage und aßen überraschend lecker zu Mittag. Gegen 4 Uhr Nachmittags kamen wir in unserer Kellerwohnung in Cordoba an und wurden äußerst freundlich vom Hausherrn in Empfang genommen. Wir bezogen die Kellerräume und auch wenn der Rest der Familie sich wohl fühlte, kam ich mir irgendwie eingesperrt vor. Zwar dürfen wir die Küche der Familie hier mit nutzen, auch das Gartenhäuschen, mit komplett eingerichteter Außenküche, aber Keller bleibt Keller.
 
 
Eine besondere Überraschung hatte ich gestern Abend noch im Internet für uns alle gebucht und zwar einen Besuch der Reitshow „Anmut und Passion der Andalusischen Pferde“. Die königlichen Reitställe wurden bereits 1520 vom damaligen spanischen König gegründet und dienten der Zucht der besten und edelsten Pferderasse, der Andalusier. Und so saßen wir um 8 Uhr abends bei hochsommerlichen Temperaturen inmitten von begeisterten Spaniern in einem netten Ambiente und bewunderten die tollen Darbietungen. Amalie war ganz hin und weg von den Pferdchen und den Kunststückchen und auch Arthur schaute interessiert zu. Ich fand neben der Show an sich auch das ganze Flair und den Ort in Kombination traumhaft. 
 
 
    
 
 
 
War ein wirklich tolles Erlebnis!
 

14.10.2018

 
Wenn man sich erst um 10 aus den Betten perlt, dann kommt man eh nicht so in die Gänge und bleibt einfach ein bisschen faul. Dennoch reicht es ja bei uns immer noch für die Futtersuche. Dafür wählten wir den Ort Almodóvar del Río etwas außerhalb von Cordoba aus und entschieden uns nur für einen Restaurantbesuch und gegen das Besteigen der hübschen Burg, die hoch über dem Ort thronte.
 
 
Aber das Essen war auch hier wieder ausgezeichnet und die Sonne schien, wenn auch nur bei 23 Grad. Dennoch reichte es am frühen Abend noch für einen (wirklich) kurzen Sprung in den Pool unserer Vermieter, sicherlich sehr zu deren Verwunderung, denn die gehen wohl erst ab 28 Grad Wassertemperatur planschen. Naja... wir „Touris“ eben. :-)
 
   
 

15.10.2018

   
 
  
 
Die Sonne schien, jedoch bei gerade mal 17 Grad zu erwartender Höchsttemperatur. Noch einmal war ein Treffen und das Erkunden von Cordoba mit unseren Freunden aus Dresden, derzeit in Malaga Urlaub machend, für heute geplant. Wir trafen uns am späten Vormittag in der Stadt und machten uns zu Fuß auf den Weg, Cordoba zu entdecken.
 
   
 
 
    
 
Wir fanden den Römischen Tempel, standen mitten auf dem hübschen Plaza Corredera, aßen wieder äußerst lecker zu Mittag und stapften dann durch strömenden Regen und mit nassen Schuhen in die unglaublich beeindruckende Mezquita-Kathedrale. Leider nahm der Regen am Abend immer mehr zu und so kamen wir bei gerade mal 16 Grad und klitschnass in unserer Kellerwohnung am Abend an, während unsere Freunde zurück in die Sonne Malagas fuhren. Was für ein Pech wir doch haben. Morgen geht es zurück nach Sevilla, unserer letzten Station unseres Andalusienurlaubs. 
Sicherlich wieder bei strahlendem Sonnenschein, damit es ab übermorgen auch in Sevilla wieder kälter werden und regnen kann, bei unserem Glück. 
 
   
 
 
   
 
   
 
   
 

16.10.2018

 
Na sagen wir mal so: So richtig traurig war ich nicht, heute Morgen die Kellerwohnung in Cordoba zu verlassen und nach Sevilla, unserem letzten Stopp auf unserer Andalusien-Rundreise, zu starten. Die Fahrt war gemütlich und - bis auf die Kämpfe, das Geningel und Geknatsche auf der Rücksitzbank - entspannt. Bevor wir Cordoba verließen, hieß es noch einmal shoppen bei Decathlon. Dort könnte ich ja immer Geld lassen?! Haben wir auch, nur hat René diesmal bezahlt. ;-) Wir bezogen am frühen Nachmittag unsere hübsche Ferienwohnung in Los Pajanasos (knapp 25 km vor den Toren Sevillas), in der wir uns auf den ersten Blick wohl fühlten. Wenn auch nicht wirklich kindgerecht, weil sehr geschmackvoll und besonders stilvoll eingerichtet, wusste ich auf den ersten Blick, dass der Eigentümer kein Hetero sein konnte, was sich nur wenige Stunden später auch bestätigte, denn da kam -  ich sag‘s jetzt mal etwas frech - ein sehr netter, attraktiver „Sugardaddy“ mit seinem hübschen, freundlichen „Loverboy“, brachte den Vermietungsvertrag und nahm uns die noch offene Miete ab. Auf jeden Fall ist die Wohnung wieder ein absoluter Glücksgriff. Wir haben Platz, verteilen uns auf 2 Etagen und haben eine wirklich hübsche Dachterrasse. Das einzig gewöhnungsbedürfte ist vielleicht die offene Verbindung der zwei Toiletten, wenn auch irgendwie um's Eck und das ebenso offene Fensterlicht zum Schlafzimmer. ;-) Gemacht haben wir heute sonst nix weiter, außer gebratenen Tintenfisch ("Choco") im Ort gegessen... 
 
    

17.10.2018

 
Sevilla - die Sonne schien und auf ging's heute Vormittag zum Sightseeing. Wir fanden nach einiger Suche und hektischem Verkehr dann auch bald Unterschlupf in einer Tiefgarage am Plaza del Armas. Von dort ging es zu Fuß erst einmal über den Fluss in das vom Reiseführer angepriesene Stadtviertel Triana. Hier schlenderten wir zuerst mal durch die tolle Markthalle, wo es wieder eine ganze Menge interessanter Lebensmittel zu bestaunen gab. ;-) 
 
    
 
    
 
 
   
 
Nach dem bisher teuersten und wohl schlechtesten Mittag beim Italiener (nur wegen der Kinder --> Nudeln!!) ging es weiter am Ufer in Richtung Altstadt und nachdem wir wieder die Seiten gewechselt hatten, bestaunten wir den "Plaza de Espana"! Den königlichen Palast wollte ich auch gern einmal von innen sehen, jedoch war die Warteschlange an Spontanbesuchern derart lang, dass man es unmöglich bis 17:00 Uhr geschafft hätte, in den Palast zu kommen. Schade. Das ständige Warten und Achten auf unsere unbekümmerten Kids machte uns heute bei Zeiten fußlahm. Da gab es dann noch Probleme mit dem Parkhausticket (immerhin reden wir hier von 15 Euro für 6 Stunden!!), welches wir laut nicht öffnender Schranke noch einmal bezahlen sollten, jedoch konnte das Problem mit einem freundlichen Parkhauswächter vor Ort geklärt werden und dieser war so nett und öffnete uns dann die Schranke manuell. Puh.... Aber die Stadt hat schon was. Vielleicht versuchen wir doch noch mal, in den Palast zu kommen. Zwei Tage haben wir ja noch, wenn auch mit vorhergesagtem Regen und stark sinkenden Temperaturen. Naja, so werden wir schon auf zu Hause eingestellt, denn dort wird nämlich mit unserer Rückkehr schlagartig Herbst....  
 
   
 
   
 
    
 

19.10.2018

 
Der gestrige Tag war verregnet und wir waren faul. Wir verbrachten die meiste Zeit auf der Couch und vor dem Fernseher, der mit Youtube auch für uns Programm hatte. Die kurze regenfreie Lücke nutzten wir für einen Spaziergang in die nächste Kneipe und wollten den Zoo von Sevilla besuchen, der aber leider geschlossen war. Also ging es einfach zurück auf die Couch. Tat auch mal gut...
 
   
 
   
 
Heute meinte es das Wetter noch einmal gut mit uns und so fuhren wir erneut nach Sevilla rein, um uns den Königspalast von innen anzuschauen. Ich hatte mich um Eintrittskarten über das Internet gekümmert, sodass wir an der langen Schlange vorbeimarschieren konnten und in „nullkommanix“ im Palast und im Palastgarten waren, der überraschend groß und mit verschiedenen Themengärten traumhaft gestaltet war. Auf dem Weg zum Palast machten wir noch einen Abstecher zum "Metropol Parasol", einer gigantischen, begehbaren Holzkonstruktion, die von einem deutschen Architekten mitten in Sevillas Altstadt von 2005 – 2011 errichtet wurde.
 
   
 
   
 
 
 
 
 
 
Es passt definitiv nicht ins Stadtbild, aber der Bau an sich und der herrliche Rundumblick auf die Stadt ist absolut sehenswert! Die Kids waren heute erstaunlich friedlich und so konnte man die Sonne, die Attraktionen und Sevilla an sich noch einmal relativ entspannt genießen. Auch schön, dass uns Spanien heute mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen verabschiedet hat. Morgen um 3 Uhr in der Frühe klingelt der Wecker und 06.40 Uhr geht der Flieger zurück nach Berlin.