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Sachsen & Thüringen mit dem Motorrad 2021

30.07.2021

Ferienzeit ist Urlaubszeit... Auch dieses Jahr wagen wir erneut einen Urlaub zu viert auf zwei Zweirädern. Das Packen war schon mal eine kleine Herausforderung, aber wir haben alles irgendwie verstaut bekommen. Weit weg soll es nicht gehen. Wir bleiben in Sachsen und Thüringen. Vier nette Herbergen warten auf uns... Nach der Arbeit hieß es: Abfahrt bei netten sonnigen 25 Grad ließ heute schon mal keine Wünsche offen. Erstes Ziel war das Fichtelhäusel in Bärenstein im Erzgebirge. Die Fahrt war entspannt, die Kids gut drauf, was will man mehr. Wir bezogen am Abend ein nettes Apartment mit zwei Schlafzimmern und ließen uns bei einem üppigen Abendessen im hauseigenen Restaurant verwöhnen. Preise nicht ganz ohne, geschmacklich aber einwandfrei, netter Service... Überraschung für uns alle, aber ganz besonders für Arthur war, dass sich auch noch irgendein Porsche-Club ebenfalls hier eingefunden hatte und der Hof voller Nobelkarossen stand. Und eine gigantische Modelleisenbahnanlage gab es auch noch zu bestaunen. 

    

    

31.07.2021

    

Nach einem üppigen Frühstück ging es Richtung Aue - Bad Schlema in den Zoo der Minis, eine nette Anlage, sehr gepflegt, überraschend groß und hübsch gestaltet. Entspannt und ohne Zeitdruck genossen wir diesen Besuch uns bestaunten eine Menge niedlicher Tierchen. 

    

    

01.08.2021

    

Sommer in Deutschland... Letztes Jahr haben wir noch bei über 35 Grad geschwitzt, heute Regen bei 16 Grad... Also legten wir einfach einen ausgiebigen Chill-Tag ein... Bissl lesen, viel Schlafen, Fernsehen, Nintendo Switch und Kartenspiele spielen... Irgendwann kam zumindest bei mir zwar etwas lange Weile auf, aber der Himmel wollte einfach nicht aufziehen. Blöd... Mittag und Abend gab es im Haus... Nun ja... Bei den niedrigen Temperaturen und im Regen Motorrad fahren macht aber nun mal auch keinen Spaß... 

02.08.2021

Das gleiche Spiel wie gestern... Wieder Regen bei 14 Grad... So startete der Tag. Irgendwann warfen wir uns in die Motorradklamotten, denn der Himmel riß kurzfristig auf. Doch als wir fertig angehost die Bikes besteigen wollten, hatte der Himmel andere Vorstellungen und ein Wolkenbruch schüttete sich über uns aus... Also  gaben wir auf und zogen uns wieder aufs Zimmer zurück. Am frühen Abend hörte der Regen endlich auf und so spazierten wir wenigstens zu Fuß mal eine kleine Runde an der frischen Luft durch die nahe Nachbarschaft und entdeckten Günther Ruh mitten im Wald.

    

    

Am Abend fanden wir auf unserem Tisch vom Mittag bereits unser Namensschild vor. Also hatten wir gar keine Wahl und mussten erneut einkehren... Die Menükarte kannten wir nun schon fast auswendig und so haben wir uns erneut durch die Karte gearbeitet. Erneut alles lecker, wenn auch nicht preiswert. Aber Preis-Leistung passen schon... Eneut gab es ein paar Runden Uno-Flip und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht mit Kartenerweiterung und "schon" war auch dieser Tag rum... 

03.08.2021

Mit Sonnenstrahlen und frischen 16 Grad brachen wir heute nach dem Frühstück auf in unsere nächste Unterkunft, dem Landhotel Edelhof in Thüringen. Vor uns lagen knappe 179 km Landstraße. Erneut führte uns unser Motorrad-Garmin durch nette und mitunter kaum befahrene Sträßchen, sodass es eine Freude war, entspannt durch die hügelige Landschaft zu cruisen. Witziger Weise führte unsere Route uns heute direkt durch Morgenröthe-Rautenkranz. Also gab es gar keine Alternative, als im Raumfahrtmuseum zu stoppen und sich wieder etwas schlau(er) zu machen...

    

    



In irgend einem kleinen Nest unterwegs und schon weit nach der Mittagszeit brachte ein mobiler Fleischerwagen unserem wachsenden Hüngerchen die Erlösung und es gab trocken Brötchen mit Wiener und Bockwurst mal eben so schnell auf die Hand. Gerade waren wir beim Imbissverzehr, als die mobile Fleischereiverkäuferin ihren Wagen auch schon wieder schloss und mit einem netten "Tschüß" von dannen fuhr... Glück gehabt. :-)

Nur wenig und dank diverser Umleitungen später, die uns fast 50 km mehr auf dem Tacho brachten, sahen wir vor uns und fast über den gesamten Horizont verteilt, eine schwarze Wand und Blitze zucken... Nur eine kleine helle Lücke gab noch Hoffnung, jedoch lag diese immer nur kurz in unsere Fahrtrichtung, denn immer mehr kamen wir der Gewitterfront näher. Wohlweislich hatten wir an einem Haltestellenhäuschen angehalten und - wenn auch unter Arthur's Protest - unsere Regenbekleidung ächzend übergeworfen, denn das ist in voller Motorradkombi-Montur eine anstrengende Angelegenheit... Aber die Entscheidung war genau richtig, denn nur wenige Minuten später fanden wir uns direkt in der Gewitterfront wieder. Wir schlichen durch schlammige Sturzbäche auf den Waldstraßen und gaben Gas auf gut einsehbaren Bundesstraßen und waren froh, als wir am frühen Abend sicher und sogar fast trocken das Landhotel in Kolkwitz (Uhlstädt-Kirchhasel) erreichten. Hier erwarteten uns bereits Oma und Kurti, mit denen wir hier die nächsten 3 Tage verbringen werden. 

04.08.2021

Meine Familie mal in die Gänge zu bekommen, das dauert... Antreib hat so ziemlich keiner, am liebsten verbringen alle den ganzen Tag vor dem Tablet, dem Handy, der Switch oder dem Fernseher... Sozusagen 24/7... Das ist ja vielleicht mal ganz nett, aber in der Häufigkeit, in der meine Familie das bringen kann, das entspricht dann nun doch nicht ganz so meinen Vorstellungen. Aber ständig 3 Leute in die Gänge zu bekommen, schlaucht mitunter sehr... So war schon Mittag, als wir endlich auf unseren Böcken saßen. Oma und Kurti wollten sich das lange Warten auf uns nicht antun und waren schon eher zur Leuchtenburg aufgebrochen. Unser Ziel war heute die gerade mal 33 km entfernte Morassina-Grotte in Schmiedefeld.

    

    

Wir kamen genau richtig zur für diesen Tag letzte Führung, welche sich ca. 1 Stunde unter Tage abspielte und wurden vom netten Geschäftsführer der Stiftung mit Teddybär-Knopfaugen in ein nettes Gespräch verwickelt... Alles in allem sehr nett und lange nicht so kommerziell wie die Feengrotten in Saalfeld. Also durchauch (fast mehr) zu empfehlen, denn auch hier kann man das Wunder der Natur in Form von Tropfsteinhöhlen bestaunen. Die 10 Minuten Wartezeit bis zum Beginn der Führung durfte man sich mit Erdfarben künstlerisch betätigen, sofern man wollte... Da habe ich mal eben sozusagen mit Schlamm gemalt und finde, das Ergebnis kann sich eigentlich sehen lassen...  ;-) 

Etwas bunter dagegen waren Amalie's farbenfrohe Spielereien mit unserer Tischlampe auf der Restaurantterrasse am Abend... 


05.08.2021

    

Das Wetter verprach laut Vorhersage nicht wirklich Sonnenschein und mal ein Stück zu laufen, fanden zwar die verwöhnten Bälger total ätzend, aber wir Alten fanden die Idee gut und so sind wir kurzerhand ohne die Jugend einfach losgelaufen und ließen uns einfach treiben... Unser Weg führte uns am Ende ins ca. 3 km entfernte Weißen, einem Ortsteil von Uhlstädt-Kirchhasel.

Hier kehrten wir auf der Weißenburg ein. Wikipedia informiert unter anderem darüber wie folgt:
"... 40 Meter über der Saale thront die Weißenburg an der Nordflanke eines Berges über dem Fluss. Der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe besuchte diese Burg des Öfteren von Großkochberg aus...." Ziemlich geschichtsträchtig also, unser ungeplantes Ziel.

  

    

Heute privat geführt und als Eventlocation und Hostel vermarktet, gab es hier etwas gegen den Durst und den kleinen Hunger und schon waren wir wieder auf dem Rückweg. Zurück im Landhotel Edelhof sprangen Arthur und ich kurz ins wirklich sehr kühle Nass, denn der Pool hatte wohl nicht mehr als 16 Grad oder so... Erfrischend war es allemal, aber lange aushalten ließ es sich in den kalten Fluten eher nicht. Am frühen Abend machten wir dann die hauseigene Bowlingbahn unsicher und auch wenn Arthur vor Aufregung fast durchzudrehen schien, hatten wir alle unseren Spaß - mehr oder weniger halt... Lustig war es auf jeden Fall! 

    

    

PS: Die Wettervorhersage war sozusagen für den Allerwertesten... Mal wieder... Entgegen aller Prognosen viel zumindest zwischen Kolkwitz und Weißen heute nicht ein Tropfen Regen... 

06.08.2021

Nach einem ausgiebigen Frühstück begaben wir uns um die Mittagszeit heute auf den Weg zum Hohenwarte-Stausee, denn hier wollten wir eine Runde mit dem Schiff drehen. Die Anfahrt war zumindest aus Sicht eines Motorradfahrers herrlich. Wetter passte, auch wenn es zwischendurch kurz vom Himmer darnieder sprenkelte. War aber gleich wieder vorbei und schon schien die Sonne wieder. Die Landschaft, die kleinen Sträßchen, die vielen sanierten und urig unsanierten Fachwerkhäuschen in den kleinen Dörfchen, die grünen Felder und Wälder, die beachtlichen Kirchen in noch so kleinen Gemeinden - alles irgendwie herrlich gemütlich.

     

Unsere Schiffsrunde ging knapp anderthalb Stunden, aber bei einem Preis von 20 Euro pro Erwachsener war das auch irgendwie das Mindeste... Auf unserem Rückweg zum Hotel machten wir in Rudolstadt Halt und fielen etwas hungrig bei einem Italiener am Markt ein. Erneut bewegten wir uns auf historischen Pfaden, denn hier trafen wohl einst im Jahre 1788 Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe erstmals aufeinander. Auch wenn wir die Stadt nicht weiter zu Fuß erkundeten, fuhren wir später durch ganz niedliche, wirklich sehr historische kleine Kopfsteinpflaster-Gassen, mit denkmalwürdigen Fachwerk-Gebäuden rechts und links... Hübsch und romantisch... Sollte man eigentlich irgendwann noch einmal genauer erkunden...

    

Bei herrlichstem Wetter ging es mit einem kleinen kurvenreichen Umweg wieder zurück ins Hotel und kurz in den noch immer sehr, sehr kühlen Pool. Den restlichen Abend gaben sich Oma, Amalie und ich bei zwei ausgedehnten Runden "Mensch-ärgere-Dich-nicht" (mit und ohne Erweiterung) die Ehre. ;-)

    

07.08.2021

Heute zorgen wir in unsere nächste Herberge, in die garde mal 60 km entfernte Ölmühle Eberstedt bei Bad Sulza. Bei der kurzen Anfahrt erlaubten wir uns noch einen ausgiebigen Zwischenstopp auf der Leuchtenburg, denn hiervon hatten uns Oma und Kurti schon vorgeschwärmt, dass wir neugierieg waren. Wir wurden nicht enttäuscht. Die Burg war in einem top Zustand und beherbergte wirklich sehr interessante Ausstellungen. Wahnsinn, was wir an Treppen nehmen mussten, um auch alles besichtigen zu können. Aber es war alles äußerst interessant.

    

    

    

    

    

    

Man lernte eine Menge über die Vergangenheit der Burg, die hauptsächlich als Zuchthaus und später für Ferienlager genutzt wurde und besichtigten die Porzellanausstellung, in der wir die kleinste Porzellan-Teekanne der Welt - gerade mal 0,4 x 0,3 x 0,3 cm groß und aus Kahla/ Thüringen und die größte Porzellanvase der Welt mit sagenhaften 8 Metern bestaunten. 

    

Selbstverständlich haben wir auch unsere Wunschteller über den Rand des Wunschsteges geschmissen... ;-)

    

08.08.2021

Am heutigen Vormittag waren wir etwas faul, nur die Kinder waren draußen in der weitläufigen Parkanlage der Ölmühle. Arthur hat bereits Spielkumpels gefunden, mit denen er die Tiergehege und den Spielplatz unsicher macht...

Am frühen Nachmittag konnten wir uns dann doch noch einmal zu einer am Ende aber eigentlich ziemlich ereignisarmen Motorradrunde aufraffen... Gerade Straßen bis zum Horizont ließen das Bikerherz jetzt nicht wirklich höher schlagen... Aber gut. Wir waren noch mal darußen. ;-) 

 

09.08.2021

    

    

Erfurt war heute unser Ausflugsziel. Erst ging es zu einem kurzen Stopp zu Louis, wo wir vergebens nach Motorrad-Handschuhen für Arthur  gesucht haben. Dann ging es weiter direkt in Erfurt's Altstadt zu einem kurzen Besuch der wundervollen Krämerbrücke. Wirklich äußerst sehenswert.

    

    

Wir kehrten bei einem Sushi-Bistro ein und wurden hier von einer kleinen Straßencombo mit klassischen Klängen berieselt, was ganz gut passte... Eigentlich wollten wir auch noch einen Japanischen Garten im Rahmen der Buga besuchen, aber dafür war es am Ende leider zu spät. Also sind wir wieder Richtung Ölmühle aufgebrochen und wie schon gestern kreisten wir immer wieder um das Gelände des KZ Buchenwald herum... Da weder Amalie noch René so richtig in der Stimmung für einen Besuch des Museums waren, unser Weg uns heute aber direkt am Denkmal Buchenwald vorbeiführte, stoppten wir und schauten uns das imposante Denkmal wenigstens von Nahem an. Hoch oben auf dem Ettersberg trohnt es und ist unfassbar riesig und wir waren ganz alleine hier... Wir sind auf der Blutstraße (von Häftlingen zwischen 1938 und 1939 gebaut, die dazu von der SS gnadenlos, brutal angetrieben wurden...) gefahren, was einen dann doch irgendwie befangen macht... 

    

10.08.2021

Nachdem wir im letzten Jahr einen so gelungenen, spontanen Ausflug zum Geiseltalsee unternommen hatten und wir hier in unserer Herberge sozusagen wieder "fast" um die Ecke waren, hatte ich bereits vor unserem Urlaub für heute eine Art "Wohlfühl-Lounge-Boot" reserviert, um den See erneut zu erkunden und lustig im klaren Geiseltalsee zu planschen. In Ederstedt regnete es noch kurz bevor wir losmachen wollten. Am Ende saßen wir frierend bei gefühlten 18 Grad auf dem Wasser, der Wind zog enorm und irgendwie kam bei den frostigen Temperaturen nicht wirklich die Lust auf, auch noch ins kühle Nass zu springen. Einzig Arthur hatte sich mal kurz getraut. Tapferer kleiner Bursche. Wir hatten aber ein nettes Picknick dabei, wenigstens ein kleiner Trost.

    

    

    

Verrückt war, dass wir, als wir wieder an Land waren, in unseren Motorradklamotten da standen und uns sofort der Schweiß aus allen Poren lief... An Land waren jetzt 26 Grad und direkt auf dem See hatten wir so dermaßen gefroren... Ich konnte es nicht fassen... Schade, dass meine Überraschung nicht so verlief wie geplant. Auf dem Rückweg verpassten wir unseren Motorrädern noch eine Wäsche, denn die waren von der Anfahrt auf den regennassen Straßen völlig verdreckt. 

11.08.2021

Auf Wiedersehen Thüringen! Willkommen zurück in Sachsen. Genau 227 km lagen heute zwischen unseren zwei Urlaubszielen. Knapp 5 Stunden waren wir gemütlich unterwegs, bei bestem Wetter und heute auch wieder angenehmen Temperaturen. Unser Versuch, in Penig eine Einkehr zum Mittag zu finden, scheiterte, denn hier hatten irgendwie alle Kneipen zu. Witziger Weise erfuhren wir am Abend, dass Oma und Kurti genau hier gerade im Kurzurlaub mit ihren Freunden unterwegs waren... Was für ein Zufall!? Etwas weiter die geplante Strecke entlang kamen wir dann auch durch Arnsdorf (bei Penig irgendwo und nicht das bei uns um die Ecke) und hier hatte der Gasthof des Dorfes offen. Der Kulturschock kam dann bei Ankunft im Lugsteinhof in Altenberg... Unser Apartment "glänzte" in "originalem" DDR-Charme, die dunkle Holzverkleidung an den Wänden war kaputt, die Betten waren alt und abgewetzt, die Auslegware im ganzen Haus ecklig und fleckig, unser Bad war winzig, auf dem Balkon stand ein (!) Stuhl wie veloren herum. Die Sofas waren gefühlt so alt wie ich selbst. Wenigstens unsere Aussicht war super...

    

    

    

Nur um das klarzustellen... wie mögen Nostalgie, nur wenn die Möbel nicht nur alt sondern auch sichtbar heruntergewirtschaftet sind und man dann für eine Nacht sage und schreibe 165 Euro (nein - kein Schreibfehler!!) berappen muss, dann grenzt das aus meiner Sicht schon an Wucher!
Und nicht nur das...  Das Restaurant als solches, in welchem wir bei unserem letzten Besuch vor 10 Jahren noch lecker und entspannt gespeist hatten, gab es als solches gar nicht mehr, sondern dient jetzt nur noch den Buffetschlachten der HP und AI-Hotelgäste... Als reiner Ü/F-Gast hatten wir also nur ab 20 Uhr die Gelegenheit, einen kleinen, überteuerten Snack an der winzigen und von durstigen HP & AI Gästen überlaufenen Hotelbar zu bestellen, den wir dann in dunklen, weil unbeleuchteten Sitzbereichen zu uns nahmen. Irgendwie hatten wir uns - also inbesondere auch ich mir - das irgendwie anders vorgestellt... Schon schwebte der Gedanke der vorzeitigen Abreise im Raum... Arthur war nicht begeistert, ihm kullerten gleich die Tränen, als ich im mitteilte, dass ich mir diesen Stopp irgendwie anders vorgestellt hatte. René war nach der zweiten Flasche Wein nicht mehr ansprechbar... Nun mal sehen, was der morgige Tag bringt. 

12.08.2021

Kurz vor dem Ende der Frühstückszeit wagten wir uns wenig motiviert in den Restaurantbereich, aber die große Schlacht tobte im großen Saal, in dem auch das Buffet stand. Im Nachbarraum hingegen ging es deutlich entspannter zu, sodass man hier sein Frühstück fast genießen konnte, sofern man doppelt aufgebackene Brötchen und kalte Pancakes aus der Packung mag... Aber gut, wer will schon meckern. Wir wurden satt und hingen wenig später wieder faul in unserem dunklen Apartment herum... Von einer überstürzten und vorzeiten Abreise waren wir erst einmal wieder etwas abgekommen, da man in diesem Fall ja immer sein Geld nicht wiedersieht. Spontane Überlegungen, noch einmal eine andere Unterkunft zu finden, machten aber auch irgendwie keinen richtigen Sinn, denn schließlich waren wir gerade mal 60 km von zu Hause weg und für zwei Tage noch einmal zusätzlich Geld zu berappen, dass musste nun auch nicht sein.

    

Da mir aber vor lauter langer Weile dann irgendwann mal die Decke auf den Kopf fiel, konnte ich den Rest der Familie dann doch noch zu einer kleinen Motorradrunde durch das Erzgebirge überreden. Aber erst einmal hielten wir an der Sommerrodelbahn in Altenberg, um wenigstens Arthur bei Laune zu halten, denn Amalie hatte irgendwie keine Lust, ihre von mir gekaufte 6er Karte abzufahren. Hm... Nach anderthalb Stunden Warten auf Arthur, der in dieser Zeit gerade mal 6 Abfahrten geschafft hatte und nun auch noch Amalies übrige 5 Fahrten einlösen wollte, fand ich zum Glück das Gültigkeitsdatum auf den Tickets... (--> 11.08.2026 !!) Das half, Matzi dann doch von dort wegzubekommen und noch ein bisschen mit dem Motorrad durch die Gegend zu cruisen. Unser Garmin Zumo führte uns wie gewohnt durch kleinste wundervolle Sträßchen, durch niedliche Dörfchen, durch idyllische Täler und bergauf und bergab, dass einfach nur Abschalten und Genießen angesagt war... Abendbrot gab es im Restaurant "Zum Erzgebirge" direkt in Altenberg. Mit Matzi bin ich dann am späten Abend noch eine Stunde im hoteleigenen Pool gewesen, wobei es sich auch hier eher um ein Schwimmbecken in - ich nenne es mal nett - nostalgischem Charme handelte... Aber gut. Spaß hatten wir trotzdem. ;-)

13.08.2021

Bevor wir heute die nun doch beschlossene Heimreise einen Tag eher als geplant antraten, besuchten wir noch einmal das Georgenfelder Hochmoor, welches nur 700 m vom Lugsteinhof entfernt ist. Das kurze Eintauchen in unberührte Natur gefiel allen.

    

    

    

Dann wurde gepackt und alles wieder auf unseren zwei Lasteneseln verstaut, nur auschecken mussten wir noch. Angenehme Überraschung hier war, dass man uns die letzte Nacht nicht in Rechnung stellte, sondern wir nur die zwei tatsächlich genutzten Nächte hatten zahlen müssen und dass, obwohl wir das Zimmer erst weit nach dem Mittag geräumt hatten... Das widerum fanden wir sehr kulant. Bei 30 Grad schwitzten wir uns nach Hause. Ein frühes Abendessen gab es in der Hocksteinschänke in Hohnstein. Zu Hause angekommen, stieg René gleich in den Pool, um diesen wieder auf Vordermann zu bringen und begann voller Tatendrang, unseren in den zwei Wochen ziemlich verwilderten Garten wieder aufzuhübschen.. Ich widmete mich dem Ausräumen unserer Taschen bis - ja bis die Nachbarin auftauchte, die sich netter Weise während unserer Abwesenheit um Amalie's Ratten gekümmert hatte... und mit ihr bin ich dann draußen vor dem Haus versackt und war ganz erschrocken, als Arthur kurz nach 0 Uhr fragte, wie lange wir denn noch quatschen wollen... :-0 Upsi....