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Gardasee und Südtirol 2021

15.10.2021

Corona erlaubt es uns nun endlich, auch mal wieder ins Ausland zu reisen. Der eigentlich im letzten Oktober geplante Trip an den Gardasee und nach Südtirol ist in diesem Jahr nun endlich wieder möglich. Da wir zusammen mit Oma und Kurti reisen, hatten wir uns für das Anmieten eines Kleinbusses entschieden, damit Kurti die lange Strecke nicht am Stück fahren muss. Die Abholung bei Europcar am Neustädter Bahnhof war zwar wieder einmal ein Paradebeispiel für unseren lausigen Service in Deutschland, denn der Mitarbeiter dort entpuppte sich bei unserem Eintreffen als - ich nenne es mal nett - äußerst unfreundlich, obwohl wir völlig entspannt einfach nur unser Fahrzeug abholen wollten... Aber gut. Schwamm drüber. Am Ende hatten wir uns vor ein paar Tagen ohnehin kurzfristig für eine Anreise in zwei Etappen entschieden und bei München einen Zwischenstopp eingeplant. Also ging es heute, am Freitag, nach Schulschluß schon los in Richtung Süden. Die Auswahl an verfügbaren, freien Hotelzimmern war begrenzt und so landeten wir im Hotel BentoInn Messe Munich. Hier handelt es sich um ein neues, topmodernes Haus, mit großen Zimmern und Bädern und einer Frühstücksecke, die sich am Abend in eine "DoItYourself-Küche" verwandelt... Da wir aber auf selber kochen keinen Bock hatten, kehrten wir vor dem Check In und während der Anreise online von mir recherchiert im "'S Truderinger Wirtshaus" gleich um die Ecke des Hotels ein. Definitv sehr zu empfehlen! Netter Service, spitze Essen, volle Teller und das zu derzeit wirklich moderaten Preisen. Satt und zufrieden checkten wir am späten Abend dann im BentoInn ein und begaben uns in die Waagerechte auf eine Mütze wohl verdienten Schlaf. 

16.10.2021

Heute ging es weiter von München in Richtung Gardasee, genauer nach Monzambano im Süden des Gardsees. Knapp 5 Stunden reine Fahrtzeit lagen vor uns und nachdem wir München hinter uns gelassen hatten, rollte der Kleinbus gemütlich und ohne große Unterbrechungen Richtung Berge. In Südtirol kehrten wir sponatan bei einem Restaurant mit vollem Parkplatz ein. Das Essen war auch hier wieder ausgesprochen lecker, wir hatten eine tolle Aussicht und die Bedienung war weit über das Arbeitsalter hinaus noch sehr aktiv im Service... Ich schätze die kleine Dame mal locker auf 75 Jahre  - und da schätze ich eher positiv vorsichtig. ;-) Wahnsinn. Das letzte Stück der Anreise war dann auch bald geschafft und mit etwas Glück fanden wir unsere Unterkunft für die nun kommende Woche außerhalb von Monzambano. Die Dame, die uns den Schlüssel übergeben sollte, war auch bereits vor Ort, denn die wohnte direkt daneben. Unser Ferienhaus ist gigantisch, schick, sauber, aber auch sehr hellhörig und Oma und Kurti vermissen die Bettdecken, was hier in Italien ja eher nicht so üblich ist. Schnell noch in den nächstbesten Supermarkt gefahren und den Kühlschrank gefüllt und schon war der Tag Geschichte... 

17.10.2021

Sirmione... Die Idee, da bei strahlendem Sonnenschein und an einem Sonntag Mittag aufzuschlagen, hatten heute nicht nur wir... Touristen waren aber hier eher in der Unterzahl.

    

    

Tausende Italiener strömten heute mit uns gemeinsam in dieses kleine beschauliche Städtchen am Gardasee. Wir hatten Glück und fanden mit unserem "XXL-Pkw" noch einen Stellplatz auf einem öffentlichen Parkplatz, der nur wenige Minuten später bis auf die letzte Parklücke belegt war. Nach knapp 40 Minuten Fußmarsch erreichten wir das Castello und die Altstadt von Sirmione. Aber die Menschenmassen?! Es war der Wahnsinn! Trotz allem hatten wir Glück in einer der kleinen Gassen und bekamen einen Tisch - immerhin für uns 6 Personen und für ein "HigherClassMittagessen". Geschmacklich wirklich hervorragend, preislich aber auch eher gehoben. Das mag an der erlesenen Speisenauswahl, aber sicher auch an der Lage (Sirmione) gelegen haben... Wenn man für eine Kugel Eis schon mal locker 4 Euro hinlegen darf, wenngleich es sich hierbei um eine RIESEN-Eiskugel handelt, der darf sich nicht wundern...

    

  

    

   

Nett war es trotzdem und unsere Schritte haben wir für heute rein. Meine Idee, noch einen Abstecher nach Desenzano zu machen, entpuppte sich leider als blöde Idee, denn auch hier waren die Parkplätze gnadenlos überfüllt und am Ende standen wir mit den Einheimischen sinnlos im Stau und sind unverrichteter Dinge kurzerhand wieder umgekehrt... Naja. Schade. 

18.10.2021

    

    

    

    

Der Wecker holte uns heute etwas eher als sonst üblich aus den Kissen, denn heute stand ein Besuch Venedigs auf unserem Plan. Nach knapp anderthalb Stunden kamen wir am Bahnhof in Venecia Mestre an, wo wir für unseren Neunsitzer auch ziemlich schnell einen guten Parkplatz direkt gegenüber des Bahnhofs fanden. Mit dem Zug ging es dann nach Venedig rein. Als wir aus dem Bahnhof rauskamen, standen wir direkt vor dem Canale Grande. Wow! Wie herrlich! Zu Fuß erkundeten wir den ganzen Tag lang die kleinen Gässchen, überquerten eine Vielzahl der unzähligen Brücken, bestaunten die herrlich alten, und teilweise ziemlich maroden Gebäude, bummelten durch einige der vielen Souvenirsläden, genossen die Sonnenstrahlen und das Flair von Venedig. Selbstverständlich durften bei unserer Tour die Rialto-Brücke und der St. Marco Platz nicht fehlen. Eine beeindruckende Stadt...  

    

    

    

    

    

    

  

    

    

    

    

19.10.2021

    

    

Malcesine und der Monte Baldo... Das genau waren unsere heutigen beiden Ziele. Auf den 1.760 Meter hohen Berg brachte uns eine Seilbahn in zwei Etappen. Dank Corona-Einschränkungen wurden die Gondeln nur zu einem knappen Viertel belegt, weshalb wir etwas Geduld mitbringen mussten, bevor wir dann endlich oben waren. Der Ausblick war atemberaubend, sogar die Wolken machten während unserer Minirunde auf dem Gipfel der Sonne Platz. Am Nachmittag ging es wieder talwärts und wir hatten noch etwas Zeit, durch die kleinen Gassen von Malcesine zu schlendern. 

    

    

    

    

    

    

20.10.2021

Das Auto blieb heute mal stehen und wir begaben uns zu Fuß ins nahe gelegene Dörfchen Monzambano. Der Großteil unseres Weges führte uns am Fluß Mincio entlang. In Monzambano steht eine riesige Kirche St. Michele aus dem 18. Jh, die im Inneren mit Mamor gestaltet wurde. Einen Blick ins Innere konnten wir leider nicht erhaschen, denn es fand gerade eine Beerdigung statt, als wir mal schauen wollten. Das Castello von Monzambano wollten wir uns auch anschauen, aber leider war hier alles abgeschlossen und irgendwie bewohnt. Wenn ich den Zettel am Schloßtor richtig gedeutet habe, kann man hier immer nur am Wochenende und zu Feiertagen das Schloß auch von innen besichtigen. Schade... 

    

    

21.10.2021

Wenn einem vor lauter langer Weile langweilig ist... Faulenzertag und Regen... Die Maus musste Hausaufgaben machen, der Matzi hat da auch ein paar Lücken... Nix weiter passiert, nur gegammelt. Muss auch mal sein. Aber irgendwie bin ich immer froh, wenn so ein Tag voller Nichts tun dann auch wieder vorbei ist. 

22.10.2021

     

Shakespeare, Romeo und Julia... Genau. Verona lag ja nur knapp 30 km von unserem Ferienhaus entfernt, da bot es sich an unserem letzten Tag in Monzambano regelrecht an, die Stadt auch noch mal zu besuchen.

    

    

    

    

    

Einen Besuch der Arena und des berühmten Balkons im "La casa di Giulietta" sparten wir uns dank langer Warteschlangen und Eintrittspreisen von 10 Euro (Arena) und 6 Euro (La casa di Giulietta). Die Arena konnten wir von Außen bestaunen und durch eines der offenen Tore auch einen Blick ins Innere erhaschen.Die Giulietta mit goldener Brust wurde auch von Weitem gesichtet. Ansonsten schlenderten wir gemütlich durch hübsche und sehr hochpreisige Einkaufspassagen, wo sich eine hochwertige Marke an die andere reihte, bis René genervt zur Eile trieb... Naja, so eine Gucci-Jacke mit einem 4-stelligen Preis war ohnehin nicht ganz so unser Mode-Geschmack... ;-) 

    

    

Am Abend wurden die Koffer wieder gefüllt, denn morgen geht es nach St. Pauls in der Gemeinde Eppan (Südtirol) weiter. 

    

23.10.2021

Good Bye Italien! Hello Südtirol! 

Wir nahmen uns die Zeit und haben uns spontan für den langen Weg über das Nordufer des Gardasees mit den vielen herrlichen Tunnels entschieden. Bei traumhaftem Wetter mit strahlend blauem Himmel war die Fahrt ein Genuss und das langsame Vorankommen sehr entspannend.

    

Kurz bevor wir den Gardasee verließen und unser Weg uns in die Berge führte, stoppten wir noch einmal in Riva Del Garda, wo wir ein gutes Mittagessen unter freiem Himmel am Hafen genießen konnten. Was für eine traumhafte Kulisse... Und das Eis erst?!?!? *schleck*

    

    

Am frühen Abend erreichten wir dann unser zweites Urlaubsziel, den "Weinangerhof" in St. Pauls in Eppan an der Weinstraße. Durch die Lücken des Mendelgebirges kann man ab und an einen atemberaubenden Blick auf die kahlen und teilweise verschneiten Gipfel der Dolomiten erhaschen. Andere Kulisse aber nicht minder traumhaft. Die Sonne haben wir mitgenommen und fest gepachtet für die noch kommenden Tage.  

    

24.10.2021

Die Nächte sind zwar auch hier mittlererweile im einstelligen Temperaturbereich, aber tagsüber steigt das Thermometer doch schon noch locker auf angenehme 19 Grad. Herrlich! Heute zog es uns zu Fuß in den Nachbarort St. Michael, wo es auf dem Marktplatz im Restaurant "Platzegg" in der Sonne ein delikates Mittagessen gab. Von dort ging es dann den Hang hinauf zu den Eislöchern. Hier handelt es sich um ein Naturphänomen, näher erläutert hier. Der Rückweg dauerte gefühlt ewig, ging aber bei bezauberndem Licht durch Weinberge und Äpfelplantagen, selbstverständlich immer mit den gigantischen Gipfeln der Dolomiten im Hintergrund... 

    

    

    

    

25.10.2021

Eine Runde um den Kalterer See sollte es heute werden. Die Sonne versteckte sich hinter den Wolken, also entschieden wir uns mangels Fernsicht gegen einen Besuch einer der vielen Almen hier in der Gegend und blieben in der Nähe. Die Runde um den See war nett, aber unspektakulär, wenn - ja wenn da nicht meine tolle Kamera urplötzlich ihren Dienst versagt hätte... Das Objektiv öffnet sich nicht mehr automatisch und manuell geht es auch nicht... Es ist zum Verzweifeln. Das schöne Ding im Eimer und das nach nur 3 Jahren... Schön! :-( Unterwegs gab es einen Stand, wo es guten Wein, Schüttelbrot, gegrillte Kastanien und eine Art Brettljause gab... Mehr braucht es manchmal eben doch nicht. Am frühen Abend bin ich mit Oma und Amalie nach Bozen ins "Twenty", einer - gottseidank - nicht ganz so großen Shopping Mall, wo wir, leider erst im buchstäblich letzten Geschäft fündig wurden und mit einem Beutel voller Klamotten (alles für die Maus) wieder Richtung Ferienwohnung aufbrachen. 

    

26.10.2021

Heute ging es Richtung Seis, genauer mit der Seilbahn auf die Seiser Alm. Ein ständiger Schmunzler bei uns, denn als Arthur noch kleiner war, konnte er das "sch" nicht richtig sprechen und brachte stattdessen immer nur ein "s" heraus... So war die "Tasche" dann eben eine "Tasse" und wenn der kleine Knopp "Scheiße" sagen wollte, kam eben ein "Seise" dabei raus. Es war zum Knutschen! Und nun sollte es heute also auf die - Achtung - "Seiser Alm" gehen. ;-)

   

In Seis am Schlern nahmen wir bei gerade mal 3 Grad bibbernd die Seiser Alm Bahn. Es handelt sich hier um eine zügige Umlaufbahn, die mit einer Länge von 4,3 km einen Höhenunterschied von 800 Metern in knapp 15 Minuten meistert. Schnell waren wir also oben auf der Alm, genauer im Örtchen Compatsch. Die Temperaturen war hier oben überraschend angenehm und die Sonne erwärmte nicht nur die Herzen...

Faszinierend, denn auf Europas größter geschlossener Hochalm, läuft alles genauso wie viele Meter weiter unten... Es gibt Straßen, Häuser, Hotels, Läden und natürlich zahlreiche Almhütten, die nicht nur eine gigantische Aussicht sondern auch hervorragendes Essen zu bieten haben. Unser Ziel war die Rauchhütte und wir wurden nicht enttäuscht. Das Essen war delikat und mit der Aussicht schmeckt alles gleich noch viel besser. An dem Panorma konnte man sich kaum satt sehen... 

    

   

27.10.2021

Faulenzer Tag. Während Oma und Kurti heute eigene Wege gingen und sich mit dem Bus bis zur Mendelbahn und damit auf den Mendelpass durchgeschlagen haben, begnügten wir uns mit Ausschlafen und einer kleinen Runde durch den Ort. Zur Mittagseinkehr haben unsere Kinder miteinander gespielt - in Frieden und Harmonie - und laut lachend!!
Ein ganz besonderer Moment für die Eltern, passiert das doch leider viel zu selten... Warum, weiß ich auch nicht... 

28.10.2021

Wandern wir mal... An unserem letzten Urlaubstag zog es uns noch einmal in die Berge. Start war am Völser Weiher - Ziel war die Tuffalm. Etwas über 200 Höhenmeter kämpften wir uns am Stück bedächtig nach oben durch den frischen Wald.

     

    

    

    

Oben auf der TuffAlm angekommen, empfing uns nicht nur die Sonne, sondern auch ein freier Tisch mit traumhaftem Panoramablick. Das Essen ließ auch hier keine Wünsche offen. Zum Abschied gab es noch einen kleinen Abschiedsschnapserl aufs Haus mit auf den Weg.
Unser nächstes Ziel war die Migg-Höhle, eine Behausung eines Einsiedlers, der bis 1977 hier gewohnt haben soll.

    

    

Beeindruckend und eigentlich nicht vorstellbar, wie man es hier, mitten im Wald jahrelang alleine aushalten kann... Verrückt.
Zurück ging es den gleichen Weg, den wir hochgeschnauft sind dann auch wieder hinunter. Alles in allem ein gelungener Abschied.
Nun heißt es wieder Koffer schnüren und Bye, bye! 

Tschüß Italien! Ciao Südtirol! Bis bald mal wieder!